Den Chef führen

SELBSTMANAGEMENT:

HBM Oktober 2012

Ste­pha­nie reicht es. Die Grup­pen­lei­te­rin ei­nes Un­ter­neh­mens der Zu­lie­fe­rer­bran­che be­kommt von ih­rem Vor­ge­setz­ten stets Auf­ga­ben auf den letz­ten Drücker. Wehrt sie sich, rea­giert er ge­reizt. Ste­pha­nie kann so­wohl mit der Un­be­re­chen­bar­keit der Auf­trä­ge als auch mit den be­lei­di­gen­den Re­ak­tio­nen schlecht um­ge­hen. Zu­sam­men mit ei­nem Coach ent­wi­ckelt sie eine neue Stra­te­gie nach dem Mot­to „Gren­zen set­zen und nach­hal­ten“. Sie do­ku­men­tiert neue Vor­fäl­le und spricht sie an. Der Chef ge­lobt Bes­se­rung, sie sam­melt wei­te­re Ver­feh­lun­gen und be­zieht - ge­gen den Wil­len des Chefs, aber mit sei­nem Wis­sen - den Be­reichs­lei­ter ein. Das hat Fol­gen: Ste­pha­nie fühlt sich zwar zu­neh­mend frei­er für ihre ei­ge­nen Füh­rungs­auf­ga­ben, doch der Kon­takt zu ih­rem Chef kühlt merk­lich ab.
Wer wie Ste­pha­nie eine Füh­rungs­funk­ti­on auf ei­ner mitt­le­ren Hier­ar­chie­ebe­ne wahr­nimmt, hat zu­nächst das An­lie­gen, dass in sei­nem Zu­stän­dig­keits­be­reich al­les rund läuft. Das be­deu­tet, die vor­ge­ge­be­nen Zie­le um­zu­set­zen, Mit­ar­bei­tern ein Vor­bild zu sein, mit Kol­le­gen auf glei­cher Ebe­ne zu ko­ope­rie­ren. Der Blick der Füh­rungs­kraft ist da­bei im We­sent­li­chen nach un­ten ge­rich­tet. Doch mit den ers­ten auf­tau­chen­den Kon­flik­ten wird schnell deut­lich: Es fehlt der Blick nach oben. Ma­na­ger der mitt­le­ren Ebe­nen ver­säu­men es häu­fig, einen Teil ih­rer Auf­merk­sam­keits-, Zeit- und Kom­mu­ni­ka­ti­onsres­sour­cen für den ei­ge­nen Vor­ge­setz­ten zu re­ser­vie­ren. Sie füh­ren an­de­re, ver­ges­sen aber, dass sie zu­gleich selbst ge­führt wer­den. Ihr Hand­lungs­spiel­raum ist be­grenzt. Und da­bei ent­ste­hen Kon­flik­te, de­nen in der Re­gel ein Macht­the­ma in­ne­wohnt.
Jetzt kaufen
© Harvard Business Manager
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH
Inhalt

Abbildungen und Diagramme

Bilder:
3
Infografiken:
0

Textumfang

Seiten:
6
Zeichen:
27.955
Nachdrucknummer:
201210098
Nachdrucke
Nachdrucke in Medien aller Art
Seitenpreise ab 360 Euro je nach Auflage

Nutzungsrechte im PDF-Format
Ohne Fotos und Illustrationen. Für die Verwendung bei betriebsinternen Fortbildungen, Kundenbroschüren, im Intranet und firmeninternen Pressespiegel: Preisberechnung pro Exemplar beziehungsweise pro Nutzer je nach Auflage.

Sonderdrucke
Möglich ab 500 Exemplaren, Preise auf Anfrage.
Ein Beispiel finden Sie hier.

Nachdrucke von Illustrationen
© Harvard Business Manager: Preise auf Anfrage

Alle Preise verstehen sich zuzüglich Mehrwertsteuer und gegebenenfalls Versandkosten.

Für Artikel mit Copyrightvermerk "Harvard Business School Publishing" gelten besondere urheberrechtliche Bedingungen, die wir Ihnen auf Anfrage gern erläutern.
Hier können Sie nach den Lizenz-Bedingungen fragen.

Alle Themen
Nach oben