Meeting mit Meister Yoda

KOMMENTAR:

HBM September 2012

Wir alle ha­ben das schon er­lebt: Sinn­lo­se Sit­zun­gen, in de­nen die Teil­neh­mer sich nicht trau­en, ihre Mei­nung zu sa­gen. Wir dre­hen Däum­chen, vor uns spult je­mand di­plo­ma­ti­sche Po­wer­point-Prä­sen­ta­tio­nen ab, und wir war ten auf das Ende, um mit den ech­ten Ge­sprä­chen - die üb­li­cher­wei­se un­ter vier Au­gen statt­fin­den - zu be­gin­nen.
Der Wunsch, Kon­flik­te zu ver­mei­den, ist ver­ständ­lich - aber nichts lähmt im Un­ter­neh­men­sall­tag mehr. Man­geln­de Of­fen­heit trägt dazu bei, dass Pro­zes­se län­ger dau­ern als nö­tig, Ent­schei­dun­gen viel zu spät ge­trof­fen wer­den und Dis­kus­sio­nen sich un­nö­ti­ger­wei­se wie­der­ho­len. Eine all­zu höf­li­che Fassa­de weist oft auf einen über­mä­ßig po­li­ti­sier­ten Ar­beits­platz hin: Wer Angst hat, sich Kol­le­gen ge­gen­über of­fen zu äu­ßern, spricht hin­ter de­ren Rücken über sie. Die­ses Ver­hal­ten hat sei­nen Preis.
Mei­ne Mit­ar­bei­ter und ich ha­ben Füh­rungs­kräf­te von sechs füh­ren­den Ban­ken ge­be­ten, das Maß an Of­fen­heit bei ih­ren Mit­ar­bei­tern ein­zu­schät­zen. Da­bei zeig­te sich, dass Geld­häu­ser, de­ren Teams be­son­ders nied­ri­ge Wer­te in pun­c­to Of­fen­heit er­ziel­ten, wäh­rend der jüngs­ten Fi­nanz­kri­se die schlech­tes­ten Ren­di­ten all die­ser Ban­ken auf­wie­sen. An­de­re Teams da­ge­gen, die un­ter­ein­an­der sehr of­fen über ri­si­ko­rei­che Wert­pa­pie­re, Prak­ti­ken der Kre­dit­ver­ga­be und an­de­re po­ten­zi­el­le Pro­blem­fel­der ge­spro­chen hat­ten, konn­ten einen Wert­ver­lust für die Ak­tio­näre ver­hin­dern.
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