Darwin am Arbeitsplatz

PERSONAL:

HBM August 2012

Der Best­sel­ler­au­tor Dale Car­ne­gie er­zähl­te einst eine Ge­schich­te über den ame­ri­ka­ni­schen Stahl­ma­gna­ten Charles M. Schwab: Um die Ar­bei­ter in ei­nem sei­ner Stahl­wer­ke zu mehr Leis­tung zu mo­ti­vie­ren, schrieb Schwab ei­nes Abends mit Krei­de auf den Fuß­bo­den, wel­che Men­ge Stahl die Tag­schicht pro­du­ziert hat­te. Als die Ar­bei­ter der Nacht­schicht die­se Zahl sa­hen, leg­ten sie sich be­son­ders ins Zeug, um ihre Kol­le­gen zu über­tref­fen, und schrie­ben ihre ei­ge­ne Stahl­men­ge auf den Bo­den. Bald wett­ei­fer­ten bei­de Schich­ten um die Ehre, das bes­se­re Er­geb­nis zu er­zie­len. Da­durch stieg die Pro­duk­ti­on ra­pi­de an. „Wenn man et­was er­rei­chen will“, kom­men­tier­te Schwab, „muss man den Wett­be­werb schü­ren.“
Für die Kell­ner der Re­stau­rant­ket­te „Not Your Ave­ra­ge Joe's“ mit Haupt­sitz in Massa­chu­setts wer­den kei­ne Zah­len auf den Bo­den ge­schrie­ben. Aber sie wis­sen im­mer, wie sie im Ver­gleich zu ih­ren Kol­le­gen da­ste­hen - dank ei­nes weg­wei­sen­den Sys­tems zur Per­so­nal­ein­satz­pla­nung. An­statt den Be­darf an Ar­beits­kräf­ten vor­aus­zu­sa­gen und dem Re­stau­rant ent­spre­chend vie­le Mit­ar­bei­ter zu­zu­tei­len - wie es die meis­ten Sys­te­me tun - , zeich­net die Soft­wa­re auf, wie gut die Kell­ner ar­bei­ten. Ge­mes­sen wird dies ei­ner­seits am Um­satz pro Gast, an­de­rer­seits an der Gäs­te­zu­frie­den­heit, die nach der Höhe der Trink­gel­der be­rech­net wird. Kell­nern mit be­son­ders gu­ten Be­wer­tun­gen wer­den mehr Ti­sche zu­ge­wie­sen, und sie dür­fen sich ihre Schich­ten aus­su­chen. In­dem die Re­stau­rant­ket­te mehr Ar­beit an ihre bes­ten Kell­ner ver­gibt, möch­te sie ih­ren Ge­winn er­hö­hen und alle Mit­ar­bei­ter mo­ti­vie­ren (sie­he dazu die In­ter­views mit dem CEO und ei­ner Kell­ne­rin des Un­ter­neh­mens).
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