Der Blick der anderen

HBM August 2012

Bei Ter­mi­nen im Aus­land und auf in­ter­na­tio­na­len Kon­fe­ren­zen hö­ren wir eine Fra­ge seit ei­ni­ger Zeit im­mer häu­fi­ger: „Wie macht ihr Deut­schen das bloß? Die gan­ze Welt spricht von der Kri­se, aber die deut­sche Wirt­schaft boomt, die Ar­beits­lo­sen­zah­len sind nied­rig, und das Image der Pro­duk­te 'Made in Ger­ma­ny' ist gut.“
Nun gibt es ganz si­cher eine Rei­he von Grün­den für die­sen Er­folg. Ge­wach­se­ne Struk­tu­ren wie der ex­port­star­ke deut­sche Mit­tel­stand und güns­ti­ge po­li­ti­sche Rah­men­be­din­gun­gen, ge­ra­de den Ar­beits­markt be­tref­fend, mö­gen eine wich­ti­ge Rol­le spie­len. Aber, so fra­gen uns un­se­re aus­län­di­schen Ge­sprächs­part­ner wei­ter, „liegt es viel­leicht auch an der deut­schen Art zu ma­na­gen?“. Gute Fra­ge, fan­den wir und woll­ten ge­nau­er wis­sen, ob die deut­sche Art und Wei­se, Un­ter­neh­men zu füh­ren, tat­säch­lich un­ser Er­folgs­ge­heim­nis ist. Wir ha­ben bei Öko­no­men und So­zi­al­for­schern, bei Be­ra­tern und Ma­na­gern re­cher­chiert. Sie zeich­nen ein Bild der deut­schen Ma­na­ger, das ge­prägt ist von vie­len Stär­ken und we­ni­gen Schwä­chen. Was die Su­che nach dem „neu­en Vor­bild“ im De­tail er­ge­ben hat, le­sen Sie im Bei­trag von Ge­si­ne Braun (zur Ge­schich­te).
An­schlie­ßend äu­ßern sich sie­ben Pro­fes­so­rin­nen und Pro­fes­so­ren in­ter­na­tio­nal an­er­kann­ter Busi­ness Schools aus Eu­ro­pa und den USA über die deut­schen Ma­na­ger. Die Be­frag­ten wa­ren bei ih­ren Ant­wor­ten er­freu­lich of­fen. So gibt es viel Lob (ver­läss­li­che Ge­schäfts­part­ner, Or­ga­ni­sa­ti­ons­ta­lent), aber auch be­rech­tig­ten Ta­del (man­gel­haf­te Frau­en­för­de­rung, schwa­che Ma­na­ge­men­t­aus­bil­dung). „Der Blick der an­de­ren“, ein­ge­fan­gen von Ge­si­ne Braun und Chris­ti­na Kes­tel, be­ginnt hier.
Un­ser Ti­tel­pa­ket über „Das neue Vor­bild“ schließt mit ei­nem Kom­men­tar von Adri­an Woold­ridge. Der Au­tor der „Schum­pe­ter-Ko­lum­ne“ im bri­ti­schen Ma­ga­zin „Eco­no­mist“ ver­gleicht die eu­ro­päi­sche Wirt­schaft mit der US-Eco­no­my. Woold­ridge stellt den Eu­ro­pä­ern ein durch­wach­se­nes Zeug­nis aus. Zwar ver­fü­ge der alte Kon­ti­nent über vie­le Stär­ken. „Trotz­dem“, schreibt Woold­ridge, „ist Ap­p­le in Ame­ri­ka ent­stan­den.“ Es feh­le an Un­ter­neh­mer­geist und an der rich­ti­gen, in­no­va­ti­ons­ori­en­tier­ten Eu­ro­pa­po­li­tik. Die Eu­ro­pä­er woll­ten Neu­es schaf­fen, ohne Al­tes zu zer­stö­ren, und er­reich­ten letzt­lich we­der das eine noch das an­de­re. Wa­rum „Jo­seph Schum­pe­ter auf sei­nem Hei­mat­kon­ti­nent ein ver­kann­ter Pro­phet bleibt“, le­sen Sie hier.
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