Der Rabattrummel

FALLSTUDIE:

HBM Juli 2012

Die Ver­trie­bs­mit­ar­bei­ter von Dai­ly­Dil­ly hat­ten so­eben ihre lus­ti­ge Vi­deo­prä­sen­ta­ti­on be­en­det, lang­sam ver­ebb­te das La­chen im Be­spre­chungs­raum. Ruth Da­vi­son, die Mar­ke­tinglei­te­rin von Fla­na­gan Ver­gnü­gungs­parks, lä­chel­te noch im­mer, als sie zu re­den be­gann: „Ich bin wirk­lich be­ein­druckt“, sag­te sie: „Das wür­de uns die Mar­ke­ting­mög­lich­kei­ten ver­schaf­fen, die wir uns im­mer ge­wünscht ha­ben.“
Auch Will East­man, Fla­na­gans Ope­ra­ti­ons Di­rec­tor, strahl­te. Er war es, der die Zu­sam­men­ar­beit mit Dai­ly­Dil­ly vor­ge­schla­gen hat­te, ei­nem schnell wach­sen­den aus­tra­li­schen Un­ter­neh­men, das ähn­lich wie Grou­pon und Li­ving-So­ci­al We­b­sei­ten mit Ra­bat­t­an­ge­bo­ten be­treibt. „Ich den­ke, wir kön­nen dann eine Ent­schei­dung tref­fen“, sag­te er.
Er­war­tungs­voll sa­hen alle Al­lie Ja­mes an, eine Be­ra­te­rin, die we­sent­lich jün­ger als Will East­man und Ruth Da­vi­son war und erst seit et­was mehr als ei­nem Mo­nat für Fla­na­gan ar­bei­te­te. Vie­le wuss­ten, dass sie East­mans Vor­stoß be­reits im Vor­feld nicht gut­ge­hei­ßen hat­te, und nach der Dai­ly­Dil­ly-Prä­sen­ta­ti­on hat­te sich ihre Skep­sis nicht ge­legt, aber das woll­te sie nur un­gern im Bei­sein der Ver­tre­ter von Dai­ly­Dil­ly kund­tun. „Las­sen Sie uns spä­ter in­tern dar­über spre­chen“, sag­te sie.
East­man schlug mit der Hand auf den Tisch. „Kom­men Sie schon“, for­der­te er Ja­mes auf: „Wir sit­zen doch jetzt alle hier zu­sam­men.“
Nicht nur die Ver­tre­ter von Dai­ly­Dil­ly wa­ren von East­mans Drän­gen ver­blüfft. Al­lie Ja­mes at­me­te tief durch. Will East­man zwang sie ge­ra­de­zu, Klar­text zu re­den. „Mei­ne Ant­wort lau­tet Nein“, sag­te sie. „Ich bin ge­gen eine Ko­ope­ra­ti­on mit Dai­ly­Dil­ly.“
Im Kon­fe­renz­raum war es schlag­ar­tig still ge­wor­den. Will East­man schob sei­nen Stuhl zu­rück und ging wort­los hin­aus. Die Ver­tre­ter von Dai­ly­Dil­ly be­gan­nen, ihre Prä­sen­ta­ti­on noch ein­mal auf­zu­rol­len, aber Ja­mes stopp­te sie mit ei­ner Hand­be­we­gung. Auch Ruth Da­vi­sons Lä­cheln war ver­schwun­den. Es war je­doch ein Ge­bot der Höf­lich­keit, dass sie sich bei den Dai­ly­Dil­ly-Ver­tre­tern ent­schul­dig­te und sie hin­aus­ge­lei­te­te. Al­lie Ja­mes blieb al­lein zu­rück. Sie wuss­te, dass sie sich ge­ra­de Fein­de ge­macht hat­te.
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