Der Erfolgsschock

PSYCHOLOGIE:

HBM Juli 2012

Der 27. Fe­bru­ar 2011 war für Co­lin Firth die Krö­nung sei­ner Kar­rie­re. In Los An­ge­les er­hielt der bri­ti­sche Schau­spie­ler den Os­car für sei­ne Rol­le als stot­tern­der Kö­nig Ge­org VI. in „The King's Speech“. Ein Au­gen­blick größ­ten Ruh­mes für den Mi­men, der sich jah­re­lang mit klei­ne­ren Rol­len durch­ge­schla­gen hat­te. Doch Firths Freu­de war ver­hal­ten, er war ner­vös, has­pel­te, war sicht­lich auf­ge­wühlt, be­müh­te sich aber um Con­te­nance. Spä­ter am Abend auf ei­ner Fei­er ver­gaß er so­gar sei­nen Os­car auf der Toi­let­te. Er be­zeich­ne­te die Aus­zeich­nung rück­bli­ckend als einen Schock.
Sol­che Mo­men­te größ­ten Er­folgs und größ­ter Ir­ri­ta­ti­on ken­nen nicht nur Künst­ler - Top­ma­na­ger er­le­ben ähn­li­che An­er­ken­nung und öf­fent­li­che Auf­merk­sam­keit, wenn sie in ihre hart er­ar­bei­te­te Traum­po­si­ti­on be­ru­fen wer­den. An­ders als ein Künst­ler wird ein Vor­stand oder Auf­sichts­rat sei­ne Ge­füh­le im Er­folgs­mo­ment eher ver­ber­gen, weil sie im­mer noch als Zei­chen von Schwä­che gel­ten und die Au­to­ri­tät un­ter­gra­ben kön­nen. Doch in ih­nen bro­delt es ge­nau­so. Aus un­se­rer über zwei Jahr­zehn­te lan­gen Be­ra­tungs­ar­beit und der Aus­wer­tung der Kar­rie­ren von Hun­der­ten un­se­rer Kli­en­ten aus dem in­ter­na­tio­na­len Top­ma­na­ge­ment wis­sen wir, dass der Mo­ment des Durch­bruchs zu­gleich mit großer Freu­de und mit großen psy­chi­schen Be­las­tun­gen ver­bun­den ist. Er wird als ein in­ti­mer, oft ein­sa­mer, sehr auf­wüh­len­der Mo­ment er­lebt, den selbst Ehe­part­ner, Kol­le­gen oder Freun­de in die­ser emo­tio­na­len Wucht nicht nach­voll­zie­hen kön­nen.
Mit die­ser in­ne­ren Dy­na­mik ei­nes Durch­bruchs ha­ben wir täg­lich zu tun. Wir er­le­ben, dass der Um­gang mit ei­nem Er­folg ein ent­schei­den­der Mo­ment für die wei­te­re Ent­wick­lung der Kar­rie­re ist. Wird sie ge­lin­gen oder wird sie schwie­rig? Wird hier ein Le­bens­werk ge­schaf­fen? Ge­winnt je­mand durch den Er­folg an Re­pu­ta­ti­on, oder ver­sinkt er oder sie wie­der in der Be­deu­tungs­lo­sig­keit? Wir ha­ben sys­te­ma­tisch er­forscht, wie ein Durch­bruch po­si­tiv ge­nutzt und lang­fris­tig in die ei­ge­ne Kar­rie­re in­te­griert wer­den kann, und be­nen­nen Stra­te­gi­en, die je­dem Ma­na­ger oder je­der Ma­na­ge­rin als ers­te Ori­en­tie­rung im Mo­ment des Schocks die­nen kön­nen. Als Bei­spie­le für den Um­gang mit dem größ­ten Er­folgs­mo­ment füh­ren wir vor­wie­gend Per­so­nen des öf­fent­li­chen Le­bens (Künst­ler, Sport­ler, Po­li­ti­ker) an. Fall­bei­spie­le von Top­ma­na­gern ha­ben wir an­ony­mi­siert.

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