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HBM Juni 2012

Wer die Olym­pi­schen Spie­le 2008 in Pe­king ver­folgt hat, wird sich an ihn er­in­nern: den „Wa­ter Cube“, einen gi­gan­ti­schen, 32 000 Qua­drat­me­ter großen Stahl­wür­fel mit ei­ner halb durch­sich­ti­gen, öko­ef­fi­zi­en­ten Au­ßen­haut in blau­er Wa­ben­struk­tur. In die­sem ar­chi­tek­to­ni­schen High­light, das of­fi­zi­ell „Bei­jing Na­tio­nal Aqua­tics Cen­ter“ - also „Na­tio­na­les Schwimm­zen­trum von Pe­king“ - heißt, fan­den die olym­pi­schen Wett­be­wer­be im Schwim­men und Turm­sprin­gen statt. Mehr als 17 000 Zu­schau­er pas­sen in das mehr­fach aus­ge­zeich­ne­te Bau­werk, das laut Schät­zun­gen rund 10,2 Mil­li­ar­den Yuan kos­te­te (das ent­spricht heu­te in etwa 1,24 Mil­li­ar­den Euro - Anm. d. Red.).
Der Wa­ter Cube war ein Ge­mein­schafts­werk des bri­ti­schen In­ge­nieur­bü­ros Arup, des aus­tra­li­schen Ar­chi­tek­tur­bü­ros PTW Ar­chi­tects, der chi­ne­si­schen Bau­un­ter­neh­men Chi­na State Con­struc­ti­on En­gi­nee­ring Cor­po­ra­ti­on (CSCEC) und Chi­na Con­struc­ti­on De­sign In­ter­na­tio­nal so­wie Dut­zen­der klei­ne­rer Bau- und Be­ra­tungs­un­ter­neh­men. Alle Be­tei­lig­ten zo­gen bei die­sem Pro­jekt am sel­ben Strang: Man woll­te ein Ge­bäu­de mit Sym­bol­cha­rak­ter er­rich­ten, das die chi­ne­si­sche Kul­tur wi­der­spie­gelt, das eine Ein­heit mit sei­nem Stand­ort bil­det, we­nig Ener­gie ver­braucht - und das ter­min­ge­recht und ohne Bud­get­über­schrei­tung fer­tig­zu­stel­len war. We­ni­ger Ei­nig­keit herrsch­te da­ge­gen dar­über, auf wel­che Wei­se die­ses Ziel er­reicht wer­den soll­te.
Dass Tristram Car­frae, ein Bau­in­ge­nieur des In­ge­nieur­bü­ros Arup mit Sitz in Syd­ney, den Ar­chi­tek­tur­wett­be­werb für den Wa­ter Cube für sein Un­ter­neh­men ent­schei­den konn­te, lag auch dar­an, dass er be­reits vor­ab Dut­zen­de von Leu­ten aus mehr als 20 ver­schie­de­nen Fach­rich­tun­gen und vier Län­dern zu­sam­men­ge­trom­melt hat­te, um über eine ge­eig­ne­te Stra­te­gie für das rie­si­ge Bau­pro­jekt nach­zu­den­ken. Her­kömm­li­che Mus­ter, da wa­ren sich alle Be­tei­lig­ten schnell si­cher, wür­den bei ei­ner der­ar­ti­gen Mam­mu­t­auf­ga­be nicht aus­rei­chen. So muss­te es wäh­rend der ge­mein­sa­men Ent­wick­lungs- und Bau­pha­se auch un­ter größ­tem Zeit­druck ge­lin­gen, eine Grup­pe höchst un­ter­schied­li­cher Men­schen mit ver­schie­dens­ten be­ruf­li­chen und na­tio­na­len Hin­ter­grün­den zu ei­ner kon­struk­ti­ven und mög­lichst in­no­va­ti­ven Zu­sam­men­ar­beit zu be­we­gen. Um die­se Auf­ga­be zu meis­tern, ent­schied man sich, auf star­re Struk­tu­ren zu ver­zich­ten und die­se durch fle­xi­ble, sich im­mer wie­der neu zu­sam­men­fin­den­de Teams zu er­set­zen, die sich mit ak­tu­el­len Be­lan­gen und Pro­ble­men des Bau­pro­zes­ses be­schäf­tig­ten.
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