Am liebsten unter vier Augen

KOMMUNIKATION:

HBM Juni 2012

Füh­rungs­kräf­te müss­ten sich ei­gent­lich über je­den Feh­ler freu­en - egal ob sie selbst oder ob an­de­re ihn ge­macht ha­ben. Denn nur wer weiß, wie ein Feh­ler ent­stan­den ist, kann ihn künf­tig ver­mei­den und so da­zu­ler­nen.
Wir woll­ten wis­sen, wie sou­ve­rän Ma­na­ger und Mit­ar­bei­ter in deut­schen Un­ter­neh­men tat­säch­lich mit Feh­lern um­ge­hen. In ei­ner Stu­die be­frag­ten wir da­her 360 Füh­rungs­kräf­te ver­schie­de­ner Bran­chen zu ih­rer Be­reit­schaft, die Feh­ler von Mit­ar­bei­tern, Kol­le­gen und Vor­ge­setz­ten an­zu­spre­chen. Au­ßer­dem soll­ten sie die Feh­lerak­zep­tanz in ih­rem Un­ter­neh­men ein­schät­zen.
Das Durch­schnitts­al­ter der Be­frag­ten lag bei 43 Jah­ren; ihr Ver­ant­wor­tungs­be­reich um­fass­te im Durch­schnitt 150, min­des­tens je­doch 8 Mit­ar­bei­ter. 83 Pro­zent wa­ren dem mitt­le­ren Ma­na­ge­ment zu­zu­ord­nen; 11 Pro­zent wa­ren Ei­gen­tü­mer, Vor­stän­de oder Ge­schäfts­füh­rer. Der Frau­en­an­teil be­trug 12 Pro­zent.

EIN UN­AN­GE­NEH­MES THE­MA
Kor­ri­gie­ren Füh­rungs­kräf­te die Feh­ler ih­rer Mit­ar­bei­ter, bei­spiels­wei­se den falsch be­rech­ne­ten Markt­an­teil des Kon­kur­ren­ten in ei­ner Wett­be­wer­b­s­ana­ly­se? Wie un­se­re Stu­die er­ge­ben hat, ha­ben - we­nig über­ra­schend - die meis­ten Vor­ge­setz­ten da­mit kein Pro­blem. Aber trau­en sich auch die Mit­ar­bei­ter, ih­ren Vor­ge­setz­ten dar­auf an­zu­spre­chen, wenn die­ser sich ver­rech­net hat oder eine ethisch frag­wür­di­ge Ent­schei­dung tref­fen will? Wie wir fest­ge­stellt ha­ben, ist die Hemm­schwel­le in die­sem Fall deut­lich hö­her.
Feh­ler wer­den oft mit schlam­pi­ger Ar­beit as­so­zi­iert, mit Ver­sa­gen oder per­sön­li­cher Schwä­che. Des­halb ist es uns un­an­ge­nehm, of­fen über sie zu spre­chen. Da­bei sind Feh­ler nicht un­be­dingt auf Nach­läs­sig­keit oder man­geln­de Fä­hig­kei­ten zu­rück­zu­füh­ren. Je­der kann ein­mal ab­ge­lenkt, müde oder über­for­dert sein. Die Grün­de da­für sind nicht im­mer pri­va­ter Na­tur, son­dern ha­ben häu­fig auch mit be­stimm­ten Si­tua­tio­nen im Un­ter­neh­men zu tun.
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