„Wir müssen mehr Wissen preisgeben“

INTERVIEW:

HBM Mai 2012

Die Welt ist heut­zu­ta­ge vol­ler schi­cker Pro­duk­te. Ist De­sign für Un­ter­neh­men über­haupt noch ein Un­ter­schei­dungs­merk­mal?
BROWN Wir ha­ben die Welt schlecht ge­stal­te­ter Din­ge ein­deu­tig hin­ter uns ge­las­sen. Vor al­lem hier in Eu­ro­pa sind die Stan­dards sehr hoch. Ganz an­de­res sieht das bei Dienst­leis­tun­gen aus. Die meis­ten sind ein­fach schreck­lich de­si­gnt. An­ge­fan­gen bei Bank­ge­schäf­ten über die Ge­sund­heits­bran­che bis zum Bil­dungs­be­reich. Da gibt es noch vie­le Din­ge zu ver­bes­sern.
Seit zehn Jah­ren fas­sen wir da­her den Be­griff De­sign we­sent­lich brei­ter. Kom­men Kun­den heu­te zu uns, sol­len wir sie zwar manch­mal noch bei der Ent­wick­lung von Pro­duk­tin­no­va­tio­nen un­ter­stüt­zen. Meist geht es aber um grö­ße­re Zu­sam­men­hän­ge. Wir be­trach­ten dann das gan­ze Sys­tem, in dem sich ein Pro­dukt be­wegt. Wir fra­gen also: Was ist das Ge­schäfts­mo­dell? Wie er­gän­zen sich Pro­dukt und Ser­vice, um die Be­dürf­nis­se der Kun­den mög­lichst rei­bungs­los von A bis Z zu er­fül­len?
Es kommt auch vor, dass uns ein Kun­de en­ga­giert, weil er ein Pro­blem mit ei­nem Pro­dukt hat. Im Ver­lauf der Zu­sam­men­ar­beit mit dem Un­ter­neh­men fin­den wir dann oft her­aus, dass es Schwie­rig­kei­ten mit der Or­ga­ni­sa­ti­on oder dem Ge­schäfts­mo­dell gibt. Häu­fig löst sich da­mit auch das Pro­dukt­pro­blem. Bei je­dem Pro­jekt gilt es, das her­aus­zu­fin­den, was wir die Fra­ge null nen­nen - das, worum es wirk­lich geht.

Wie sieht das kon­kret aus?
BROWN Wir ha­ben zum Bei­spiel mit Lars Hin­richs, dem Grün­der des Netz­werks Xing, bei sei­ner neu­en Fir­ma HackF­wd zu­sam­men­ge­ar­bei­tet. Mit ihr in­ves­tiert er wäh­rend ei­ner sehr frü­hen Pha­se in Men­schen mit in­ter­essan­ten Ge­schäfts­ide­en aus der In­for­ma­ti­ons­tech­nik­bran­che, eher als klas­si­sche Wag­nis­ka­pi­tal­ge­ber nor­ma­ler­wei­se ein­stei­gen. Ihm war es wich­tig, dass De­sign im um­fas­sen­den Sin­ne an je­der Stel­le vor­kommt. Wir ha­ben also nicht nur klas­si­sche Din­ge wie Cor­po­ra­te Iden­ti­ty und Logo ent­wi­ckelt, son­dern auch mit­ge­hol­fen, HackF­wd mög­lichst an­wen­d­er­freund­lich zu ge­stal­ten - vom Nut­zen­ver­spre­chen für sei­ne In­ves­to­ren bis hin zu den recht­li­chen Ver­ein­ba­run­gen. Die­se sind be­quem über die We­b­si­te zu­gäng­lich und zu­gleich ver­ständ­lich und trans­pa­rent for­mu­liert.
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