Expansion oder Konzentration?

FALLSTUDIE:

HBM April 2012

Stan Wind­ham be­trat das neues­te Coe's-Ge­schäft in South Tuc­son im US-Bun­des­staat Ari­zo­na. Als Chef der Miet­kauf­ket­te war er ge­spannt dar­auf, wie sich sein ein­tau­sends­ter Stand­ort mach­te. Ge­schäfts­lei­ter Aubrey Mer­rin emp­fing ihn an der Tür.
„Mr. Wind­ham. Ich freue mich sehr, Sir, dass Sie ge­kom­men sind. Die neu­en Mit­ar­bei­ter sind schon rich­tig auf­ge­regt, Sie per­sön­lich ken­nen­ler­nen zu dür­fen. Und na­tür­lich will ich Ih­nen die neues­ten In­for­ma­tio­nen dar­über ge­ben, wie al­les hier läuft“, sag­te Mer­rin, wäh­rend er Wind­ham in das Ge­schäft führ­te. „Uns geht's bis­her präch­tig. Ob­wohl wir erst vor knapp ei­nem Mo­nat er­öff­net ha­ben, kön­nen wir be­reits über hun­dert Kun­den ver­zeich­nen. Es ist ein wirk­lich gu­ter Start, Sir, ein wirk­lich gu­ter Start.“
„Sie brau­chen mich nicht 'Sir' zu nen­nen, Aubrey“, er­wi­der­te Wind­ham wohl wis­send, dass es ver­mut­lich sinn­los war. „Glück­wun­sch. Ich habe es be­reits ge­sagt, aber ich sage es noch ein­mal: Ich fin­de es er­freu­lich, dass Sie das hier über­nom­men ha­ben.“
Mer­rin war von Coe's im Städt­chen Flo­wi­ng Wells, wo er zehn Jah­re lang Ge­schäfts­lei­ter ge­we­sen war, nach South Tuc­son ge­wech­selt. Er war al­lein­er­zie­hen­der Va­ter von drei Kin­dern, und ob­wohl die Ar­beit in die­ser Nie­der­las­sung für ihn einen et­was län­ge­ren Ar­beits­weg be­deu­te­te, hat­te er die Chan­ce er­grif­fen.
„Es ist mir eine Ehre, Sir, ein brand­neu­es Ge­schäft zu er­öff­nen“, sag­te er. „Und an­ge­sichts der ge­gen­wär­ti­gen wirt­schaft­li­chen Ver­hält­nis­se bin ich sch­licht froh, für ein ex­pan­die­ren­des Un­ter­neh­men zu ar­bei­ten.“ Er zeig­te auf das Be­grü­ßungs­ban­ner, das seit der Er­öff­nung vor dem La­den hing. „Alle an­de­ren, die ich ken­ne, be­rich­ten von Ent­las­sun­gen, nicht von be­ein­dru­cken­den Er­öff­nun­gen.“
Wind­ham war auch froh. Als sein Va­ter Ter­ry in den 50er Jah­ren den ers­ten Coe's-Shop er­öff­net hat­te, war es si­cher nicht sei­ne Ab­sicht ge­we­sen, in ei­ner an­ti­zy­kli­schen Bran­che tä­tig zu sein. Er hat­te 600 Dol­lar in 32 Stüh­le in­ves­tiert, um sie an Auk­ti­ons­häu­ser zu ver­mie­ten. Spä­ter wur­de das Ge­schäft um­Par­ty- und Kran­ken­zim­meraus­stat­tun­gen er­wei­tert. In den 70er Jah­ren wech­sel­te er zu Wohn­mö­beln und Haus­rat.
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