Neue Geldquellen für soziale Unternehmen

FINANZIERUNG:

HBM Februar 2012

Fin­an­zin­no­va­tio­nen ha­ben seit der Fi­nanz­kri­se 2008 einen schlech­ten Ruf. Als mit dem Kol­laps der Märk­te auch die Kre­dit­ver­sor­gung quer durch das Ban­ken­sys­tem zu­sam­men­brach, schi­en die Vor­stel­lung, dass struk­tu­rier­te Kre­dit­pro­duk­te wie Col­la­te­ra­li­zed Debt Ob­li­ga­ti­ons (CDOs) oder Cre­dit Default Swaps (CDS) Wachs­tum för­dern kön­nen, un­lo­gisch, wenn nicht gar il­lu­so­risch. Heu­te wer­den sol­che In­stru­men­te so­gar oft als Mas­sen­ver­nich­tungs­waf­fen be­zeich­net.
Dass ge­nau die­se Fi­nan­z­in­stru­men­te auch eine po­si­ti­ve, ge­ra­de­zu trans­for­ma­ti­ve Wir­kung auf die Ge­sell­schaft hat­ten, fällt da­bei un­ter den Tisch. Die ge­platz­te Im­mo­bi­li­en­bla­se kann nicht dar­über hin­weg­täu­schen, dass Wohn­ei­gen­tum für Mil­lio­nen Men­schen nicht rea­li­sier­bar wäre, wenn die Ban­ken nicht die Mög­lich­keit hät­ten, Hy­po­the­ken­kre­di­te zu bün­deln und als Be­si­che­rung für spe­zi­el­le An­lei­hen zu ver­wen­den. Aber nicht nur die Mit­tel­schicht der In­dus­tri­e­län­der pro­fi­tiert von die­ser Pra­xis. Mi­kro­fi­nan­zie­rung ist mitt­ler­wei­le ein 65 Mil­li­ar­den Dol­lar schwe­rer Markt, der mehr als 90 Mil­lio­nen Kre­dit­neh­mern in ei­ni­gen der ärms­ten Län­der der Welt zu­gu­te­kommt. Dass sich die­ser Be­reich so schnell ent­wi­ckeln konn­te, liegt auch dar­an, dass In­vest­ment­ban­ken in der Lage sind, die Mi­kro­kre­di­te vie­ler Kre­dit­ge­ber zu bün­deln und als Si­cher­heit für for­de­rungs­be­si­cher­te Wert­pa­pie­re wie CDOs zu ver­wen­den, die sie an den in­ter­na­tio­na­len Ka­pi­tal­märk­ten ver­kau­fen. Die Kre­dit­ge­ber er­hal­ten durch sol­che Ge­schäf­te fri­sches Ka­pi­tal, das sie in Form von wei­te­ren Mi­kro­kre­di­ten wie­der ver­ge­ben kön­nen.
Fi­nan­zie­rungs­tech­nik, das so­ge­nann­te Fi­nan­ci­al En­gi­nee­ring, kann ein star­ker Ver­än­de­rungs­mo­tor sein. Mit ih­rer Hil­fe kann Ka­pi­tal für In­ves­ti­tio­nen be­reit­ge­stellt wer­den, das ohne sie nicht ver­füg­bar wäre. Es kön­nen Fi­nan­zie­rungs­mög­lich­kei­ten für Pro­jek­te ent­ste­hen, die die Wirt­schaft an­kur­beln und das Le­ben der Men­schen ver­bes­sern.
In die­sem Bei­trag er­läu­tern wir, wie Fi­nan­ci­al En­gi­nee­ring Un­ter­neh­men, die sich für so­zia­le Be­lan­ge ein­set­zen, Zu­gang zu Fi­nanz­mark­tin­ves­ti­tio­nen ver­schaf­fen kann. Sol­che Fir­men, die un­ter dem Be­griff so­zia­le Un­ter­neh­men zu­sam­men­ge­fasst wer­den, muss­ten sich bis­lang bei der Fi­nan­zie­rung zum Groß­teil auf Spen­den und Spon­so­ren ver­las­sen. Mit den rich­ti­gen Fi­nan­zin­no­va­tio­nen kön­nen sol­che Un­ter­neh­men einen er­heb­lich grö­ße­ren Ka­pi­tal­pool nut­zen als bis­her. Sie kön­nen so ihre so­zia­le Ar­beit deut­lich aus­bau­en.
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