Die wichtigste Beziehung

KARRIERE:

HBM Januar 2012

Katha­ri­ne, Per­so­nal­ma­na­ge­rin bei ei­nem in­ter­na­tio­na­len Fi­nanz­dienst­leis­tungs­un­ter­neh­men, ist stolz dar­auf, auf­stre­ben­de Ta­len­te zu för­dern. Nach­dem ein Vice Pre­si­dent ei­nes ih­rer Teams sie nach­hal­tig be­ein­druckt hat­te, schlug sie ihn für eine an­spruchs­vol­le­re Auf­ga­be in ei­nem an­de­ren Be­reich des Un­ter­neh­mens vor. Mo­na­te spä­ter hör­te Ka­tha­ri­ne, dass er Schwie­rig­kei­ten in sei­nem Job hät­te. Sie bat ihn um ein Tref­fen. „Sie wis­sen, dass dies uns bei­de be­trifft, oder?“, sag­te sie. „Ich ris­kie­re hier mei­nen Ruf, er­fah­re aber nicht, wie Ihre Leis­tung ge­se­hen wird und ob Sie Hil­fe oder Rücken­de­ckung be­nö­ti­gen.“ Er ver­sprach ihr, sie auf dem Lau­fen­den zu hal­ten, aber der Kon­takt riss er­neut ab. Ka­tha­ri­ne er­kann­te, dass er sich dem Un­ter­neh­men und ihr ge­gen­über nicht mehr so sehr ver­pflich­tet fühl­te. Sie traf sich ein wei­te­res Mal mit ihm und sag­te ihm, dass sie ihn nicht län­ger un­ter­stüt­zen könn­te.
Als Ma­ria, Ma­na­ge­rin bei ei­nem ame­ri­ka­ni­schen He­al­th­care-Un­ter­neh­men, zu ei­nem Men­to­ring-Pro­gramm für Frau­en mit ho­hen Kar­rierech­an­cen ein­ge­la­den wur­de, rech­ne­te sie da­mit, Un­ter­stüt­zung für ih­ren wei­te­ren Auf­stieg zu er­hal­ten. Aber ihre Men­to­rin, eine Phy­si­ke­rin auf der Ebe­ne ei­nes Vice Pre­si­dent, hat­te nur we­nig In­ter­es­se an Ma­ri­as Kar­rie­re. Sie er­zähl­te der Grup­pe lie­ber von ih­rem ei­ge­nen Wer­de­gang und gab nur den­je­ni­gen Teil­neh­mern Ratschlä­ge, die als Ma­na­ging Di­rec­tor ar­bei­te­ten. Am Ende ver­ließ sich Ma­ria auf ihr be­reits vor­han­de­nes Netz­werk, um Un­ter­stüt­zung für ihre Kar­rie­re zu er­hal­ten. „Nicht jede Füh­rungs­kraft weiß, wie sie sich für an­de­re ein­set­zen kann“, sagt sie rück­bli­ckend.
Mark McLa­ne, ein sich of­fen zu sei­ner Ho­mo­se­xua­li­tät be­ken­nen­der In­no­va­ti­ons­be­ra­ter beim Haus­halts­ge­räte­her­stel­ler Whirl­pool, wur­de 2003 ge­be­ten, dem Di­ver­si­ty Coun­cil des Un­ter­neh­mens bei­zu­tre­ten, das der da­ma­li­ge COO Jeff Fet­tig lei­te­te. Er leis­te­te her­vor­ra­gen­de Ar­beit und be­warb sich 2004 um einen Pos­ten beim Coun­cil for World Class Com­mu­ni­ties im Süd­wes­ten von Mi­chi­gan. Die­se ge­mein­nüt­zi­ge Or­ga­ni­sa­ti­on küm­mert sich um das wirt­schaft­li­che und so­zia­le Wachs­tum der größ­ten­teils afro­ame­ri­ka­ni­schen Be­völ­ke­rung von Ben­ton Har­bor. Dort hat auch Whirl­pool sei­nen Fir­men­sitz. Fet­tig un­ter­stütz­te McLa­nes Wunsch und über­zeug­te auch CEO Da­vid Whit­wam, McLa­ne zum Di­rec­tor of Di­ver­si­ty von Whirl­pool zu er­nen­nen. Auf die­se Wei­se konn­te McLa­ne als aus­ge­lie­he­ner Ma­na­ger Mit­glied des Coun­cils sein. Im sel­ben Jahr über­nahm Fet­tig den CEO-Pos­ten und über­trug sei­nem Protegé eine neue Auf­ga­be: Er soll­te für die Gleich­stel­lung von Frau­en und Män­nern in Spit­zen­po­si­tio­nen im ge­sam­ten Un­ter­neh­men sor­gen. McLa­ne leg­te Vier­jah­res­zie­le fest und stimm­te Whirl­pools Ein­stel­lungs­po­li­tik dar­auf ab. „McLa­ne ver­in­ner­lich­te nicht nur un­se­re Vi­si­on für die Schlüs­sel­be­rei­che im Un­ter­neh­men, er spiel­te auch eine ent­schei­den­de Rol­le bei ih­rer Um­set­zung“, sagt Fet­tig.
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