Der Loyale ist der Dumme

KARRIERE:

HBM Dezember 2011

Der Ruf der Ge­ne­ra­ti­on Y ist nicht der bes­te: Die ab 1980 ge­bo­re­nen Ar­beit­neh­mer gel­ten als for­dernd und we­nig loy­al. Vor al­lem die gut aus­ge­bil­de­ten Ver­tre­ter die­ser Al­ters­grup­pe er­war­ten, dass ihre Ar­beit­ge­ber sie un­ter­stüt­zen und för­dern; zu­dem le­gen sie Wert auf eine in ih­ren Au­gen sinn­vol­le Tä­tig­keit.
Wir woll­ten her­aus­fin­den, ob und wie­weit die­ses Image der Ge­ne­ra­ti­on Y ge­recht­fer­tigt ist. Wir ha­ben da­her un­ter­sucht, wie schnell qua­li­fi­zier­te Be­rufs­ein­stei­ger be­reit sind, ih­ren Ar­beit­ge­ber zu ver­las­sen, wenn sie ein an­de­res An­ge­bot ha­ben, wie ak­tiv sie nach neu­en Stel­len su­chen, ob ihre Kar­rie­re von ei­nem Wech­sel pro­fi­tiert und wel­che Fak­to­ren ihre Loya­li­tät po­si­tiv wie ne­ga­tiv be­ein­flus­sen. All dies sind wich­ti­ge Fra­gen, da die Ver­tre­ter die­ser Ge­ne­ra­ti­on in den kom­men­den Jahr­zehn­ten die Be­leg­schaf­ten in den Un­ter­neh­men do­mi­nie­ren wer­den.
An­ders als vie­le an­de­re Stu­di­en, die bis­her meist aus Nord­ame­ri­ka stamm­ten, ha­ben wir Ende 2009 Aka­de­mi­ker aus Deutsch­land in­ter­viewt. Ins­ge­samt konn­ten wir 892 Fra­ge­bo­gen von Mit­glie­dern des Kar­rie­re­netz­werks e-fellows.net aus­wer­ten, de­ren Be­rufs­ein­stieg je­weils zwi­schen 2002 und 2009 lag. Dem Netz­werk ge­hö­ren rund 82 000 Ober­stu­fen­schü­ler, Stu­den­ten und Be­rufs­tä­ti­ge an. Rund ein Vier­tel gel­ten als Top­ta­len­te, die zu den bes­ten 10 Pro­zent ei­nes aka­de­mi­schen Jahr­gangs zäh­len.
60 Pro­zent der Teil­neh­mer un­se­rer Stu­die wa­ren männ­lich, das Durch­schnitts­al­ter lag bei 30,5 Jah­ren. Alle hat­ten min­des­tens sechs Mo­na­te Be­rufs­er­fah­rung; 83,5 Pro­zent ver­füg­ten über einen Mas­ter-Ab­schluss, 12 Pro­zent über eine Pro­mo­ti­on, die üb­ri­gen über einen Ba­che­lor-Ab­schluss. Zu­dem konn­ten drei Vier­tel in­ter­na­tio­na­le Er­fah­rung durch Stu­di­en­auf­ent­hal­te oder Prak­ti­ka vor­wei­sen - ins­ge­samt also eine für Ar­beit­ge­ber sehr at­trak­ti­ve Ziel­grup­pe. Zu­sätz­lich ha­ben wir noch ei­ni­ge Be­rufs­an­fän­ger aus ver­schie­de­nen Bran­chen aus­führ­lich in­ter­viewt, um de­ren Er­fah­run­gen mit den Er­geb­nis­sen der Fra­ge­bo­gen zu ver­glei­chen.
Die Er­kennt­nis­se aus un­se­ren Be­fra­gun­gen soll­ten die Per­so­nal­ver­ant­wort­li­chen in den Un­ter­neh­men auf­hor­chen las­sen: Top­ta­len­te in Deutsch­land sind stän­dig auf der Su­che nach dem noch at­trak­ti­ver­en Ar­beit­ge­ber - und die­ses Job­hop­ping zahlt sich fi­nan­zi­ell für sie aus. Was das im De­tail be­deu­tet, ha­ben wir in fünf Punk­ten zu­sam­men­ge­fasst.
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