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HBM September 2011

Dou­glas und Wal­ter ha­ben ih­ren MBA an der Uni­ver­si­ty of Penn­syl­va­nia er­wor­ben - und vor an­dert­halb Jah­ren ver­lo­ren bei­de ih­ren Job an der Wall Street. Das ver­setz­te den jun­gen Män­nern einen kräf­ti­gen Schlag: Sie wa­ren de­pri­miert, lust­los, un­ent­schlos­sen und mach­ten sich Sor­gen um ihre Zu­kunft. Bei Dou­glas ging die­ses Stim­mungs­tief rasch wie­der vor­über. Schon nach zwei Wo­chen sag­te er sich: „Es liegt nicht an mir. Die wirt­schaft­li­che Lage ist zur­zeit eben ziem­lich schwie­rig. Ich ma­che mei­ne Ar­beit gut - ir­gend­ei­ne Fir­ma wird schon je­man­den mit mei­nen Fä­hig­kei­ten brau­chen.“ Er ak­tua­li­sier­te sei­nen Le­bens­lauf und schick­te ihn an etwa ein Dut­zend New Yor­ker Un­ter­neh­men, die sei­ne Be­wer­bung aber alle ab­lehn­ten. Als Nächs­tes ver­such­te er es bei sechs Fir­men in sei­ner Hei­mat­stadt in Ohio und fand schließ­lich einen Job.
Wal­ter da­ge­gen ver­sank im­mer tiefer in ei­nem Ge­fühl der Hoff­nungs­lo­sig­keit: „Man hat mir ge­kün­digt, weil ich un­ter Druck nicht leis­tungs­fä­hig ge­nug bin“, dach­te er. „Ich bin eben ein­fach nicht für die Fi­nanz­bran­che ge­schaf­fen. Au­ßer­dem wird es Jah­re dau­ern, bis die Wirt­schaft sich wie­der er­holt.“ Selbst als sich die kon­junk­tu­rel­le Lage bes­ser­te, sah er sich nicht nach ei­ner neu­en Stel­le um. Ir­gend­wann zog er wie­der zu sei­nen El­tern.
Dou­glas und Wal­ter (zwei fik­ti­ve Per­so­nen, de­ren Cha­rak­tere wir auf Ba­sis ver­schie­de­ner In­ter­view­part­ner ent­wi­ckelt ha­ben) ver­an­schau­li­chen die bei­den mög­li­chen Ex­trem­re­ak­tio­nen auf eine schwe­re Kri­se. Leu­te wie Dou­glas rap­peln sich nach ei­nem kur­z­en Durch­hän­ger rasch wie­der auf und ge­hen letz­ten En­des so­gar ge­stärkt und in­ner­lich ge­reift aus die­ser Er­fah­rung her­vor. Die­se Fä­hig­keit nen­nen Psy­cho­lo­gen Re­si­li­enz. Bei Men­schen wie Wal­ter wächst sich die Ent­täu­schung zu ei­ner De­pres­si­on aus, und sie ver­sin­ken in läh­men­den Zu­kunft­s­ängs­ten. Aber Nie­der­la­gen sind nun mal ein un­ver­meid­li­cher Be­stand­teil des Ar­beits­le­bens und ge­hö­ren ne­ben ei­ner ge­schei­ter­ten Lie­bes­be­zie­hung zu den häu­figs­ten trau­ma­ti­schen Er­fah­run­gen, mit de­nen wir Men­schen zu­recht­kom­men müs­sen. Men­schen wie Wal­ter wer­den in ih­rer be­ruf­li­chen Kar­rie­re mit ziem­li­cher Si­cher­heit blo­ckiert wer­den; und Fir­men, die vie­le sol­che Mit­ar­bei­ter ha­ben, sind in schwie­ri­gen Zei­ten zum Schei­tern ver­ur­teilt. Nur Men­schen wie Dou­glas schaf­fen es bis nach ganz oben. Sol­che Mit­ar­bei­ter muss ein Un­ter­neh­men su­chen und hal­ten, um er­folg­reich zu sein. Aber wie lässt sich ein Wal­ter von ei­nem Dou­glas un­ter­schei­den? Und kann ein Wal­ter zu ei­nem Dou­glas wer­den? Lässt sich die Ei­gen­schaft der Re­si­li­enz mes­sen und er­ler­nen?
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