Die Rendite der Weiterbildung

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HBM Juli 2011

Graf­fi­ti auf Bahn­hö­fen und Zü­gen kos­ten die Deut­sche Bahn je­des Jahr einen zwei­stel­li­gen Mil­lio­nen­be­trag. Die Ma­le­rei­en las­sen sich nur schwer ent­fer­nen, in der Re­gel sind ag­gres­si­ve Che­mi­ka­li­en und spe­zi­el­le Rei­ni­gungs­ge­rä­te er­for­der­lich, an­schlie­ßend wer­den die Flä­chen meist ver­sie­gelt. Dazu ist spe­zi­el­les Know-how er­for­der­lich. All dies ist ein Job für die DB Ser­vices, ein Toch­ter­un­ter­neh­men der Deut­schen Bahn. Sie küm­mert sich um das Ge­bäu­de­ma­na­ge­ment (neu­deutsch: Fa­ci­li­ty Ma­na­ge­ment) bei der Bahn, das Be­trei­ben von In­dus­trie­an­la­gen so­wie um das Säu­bern und Be­stücken von Zü­gen und Bus­sen. Sie bie­tet die­se Dienst­leis­tun­gen auch ex­ter­nen Kun­den an.
Doch im­mer wie­der muss­te DB Ser­vices Fremd­fir­men be­auf­tra­gen, um Graf­fi­ti zu be­sei­ti­gen. Die ei­ge­nen Teams ver­füg­ten nicht im­mer über das nö­ti­ge Spe­zi­al­wis­sen. Auch in an­de­ren Be­rei­chen war das so, etwa bei der War­tung von Roll­trep­pen, bei der Re­pa­ra­tur von Kli­ma­an­la­gen oder dem Ser­vice von Con­tai­ner­krä­nen. An­spruchs­vol­le und ge­winn­träch­ti­ge Auf­trä­ge er­le­dig­ten im­mer wie­der Sub­un­ter­neh­mer, den ei­ge­nen Mit­ar­bei­tern fehl­te das er­for­der­li­che Know-how; sie küm­mer­ten sich um eher ein­fa­che Auf­ga­ben. Die Fol­ge: Der Um­satz von je­weils rund 700 Mil­lio­nen Euro in den ver­gan­ge­nen Jah­ren blieb zwar sta­bil, die Ren­di­te von cir­ca 4 Pro­zent ge­riet aber un­ter Druck.
Im Her­bst 2008 ent­schied sich die Ge­schäfts­füh­rung von DB Ser­vices zu han­deln. Sie star­te­te eine groß­an­ge­leg­te Qua­li­fi­zie­rungs­of­fen­si­ve, um sys­te­ma­tisch Auf­trä­ge ins ei­ge­ne Un­ter­neh­men zu­rück­zu­ho­len. Rund 3000 Ser­vice­tech­ni­ker, Hand­wer­ker und Vor­ar­bei­ter - und da­mit bei­na­he je­der Drit­te der ins­ge­samt 10 500 Mit­ar­bei­ter - nah­men 2009 und 2010 an Schu­lun­gen teil. Im Un­ter­neh­mens­be­reich Tech­ni­sches Fa­ci­li­ty Ma­na­ge­ment, aus dem die meis­ten Se­min­ar­teil­neh­mer ka­men, ist der An­teil der Fremd­auf­trä­ge im Kern­ge­schäft ge­sun­ken und im Zuge des­sen die Um­satz­ren­di­te 2010 mess­bar ge­stie­gen. Die Mit­ar­bei­ter sind eben­falls zu­frie­den, sie er­teil­ten den Se­mi­na­ren gute No­ten. Er­freu­li­cher Ne­ben­ef­fekt: Ins­ge­samt sind so­gar die Aus­ga­ben für Wei­ter­bil­dun­gen im Un­ter­neh­men ge­sun­ken.
Mög­lich wur­den die­se Er­fol­ge, weil wir die Qua­li­fi­zie­rungs­pro­gram­me ers­tens strikt an den In­ter­es­sen des Ge­schäfts aus­ge­rich­tet ha­ben; weil wir zwei­tens die Mit­ar­bei­ter in sinn­vol­le Grup­pen ein­ge­teilt und für die­se je­weils ei­ge­ne An­ge­bo­te ent­wi­ckelt ha­ben; weil wir drit­tens die Pro­gram­me in ein­zel­nen Re­gio­nen erst ein­mal ge­tes­tet und dann von den dor­ti­gen Ver­ant­wort­li­chen ha­ben bun­des­weit aus­rol­len las­sen.
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