Plädoyer für mehr Offenheit

HENRY W. CHESBROUG:

HBM März 2011

Werk und Wir­kung

Hen­ry Wil­liam Ches­brough scheint für sein The­ma eine per­fek­te Hei­mat ge­fun­den zu ha­ben. Vom ka­li­for­ni­schen Ber­ke­ley aus trägt der Ma­na­ge­ment-pro­fes­sor sei­ne Er­kennt­nis­se zu „Open In­no­va­ti­on“ in die Welt hin­aus. Dort, um­ge­ben vom Si­li­con Val­ley, wo die In­ter­ne­t­re­vo­lu­ti­on so­wie das Mit­mach-Web 2.0 ihre An­fän­ge nah­men, plä­diert Ches­brough für mehr Of­fen­heit in Un­ter­neh­men. Er for­dert Ma­na­ger und Grün­der auf, die Ge­heim­nis­krä­me­rei beim In­no­va­ti­ons­pro­zess zu be­en­den und auch die Ide­en Ex­ter­ner zu­zu­las­sen, um eine bes­se­re Lö­sung zu fin­den.
„Ein ra­di­ka­ler Den­ker“ schreibt das Ma­ga­zin „Eco­no­mist“ über den Öko­no­men. Kein Zwei­ter wird mit der Öff­nung von In­no­va­ti­ons­pro­zes­sen der­art in Ver­bin­dung ge­bracht wie Ches­brough. Der Mitt­fünf­zi­ger hat den Be­griff ge­prägt und welt­weit pu­blik ge­macht. In un­zäh­li­gen Auf­sät­zen und Ko­lum­nen be­leuch­te­te er das The­ma. 2003 er­schi­en sein ers­tes großes Werk („Open In­no­va­ti­on: The New Im­pe­ra­ti­ve for Crea­ting and Pro­fi­ting from Tech­no­lo­gy“), und im sel­ben Jahr er­hielt er Aus­zeich­nun­gen für das bes­te Wirt­schafts­buch. Sein 2006 ver­öf­fent­lich­tes zwei­tes Buch („Open Busi­ness Mo­dels: How to Thrive in the New In­no­va­ti­on Lands­ca­pe“) emp­fahl das Ma­ga­zin „Busi­ness­week“ als ei­nes der zehn bes­ten Wer­ke über In­no­va­tio­nen. Für Ches­brough sind sei­ne For­de­run­gen die Kon­se­quenz ak­tu­el­ler Ent­wick­lun­gen am Markt: In fast al­len Bran­chen ist zu be­ob­ach­ten, dass die Le­bens­zy­klen von Pro­duk­ten im­mer kür­zer wer­den und die Ent­wick­lungs­kos­ten stei­gen. Des­halb sol­len sich geis­ti­ges Ei­gen­tum, Ide­en und Men­schen frei in eine Or­ga­ni­sa­ti­on hin­ein- und auch aus ihr her­aus­be­we­gen kön­nen. Wer die Ide­en für Neu­hei­ten näm­lich aus­schließ­lich in der ei­ge­nen For­schungs­ab­tei­lung sucht, li­mi­tiert sich und sei­ne Mög­lich­kei­ten. Mit­hil­fe ex­ter­ner Quel­len kön­nen bes­se­re An­sät­ze viel schnel­ler ge­fun­den wer­den. Zu­dem sind sie güns­ti­ger, was Be­trie­ben über Kri­sen­zei­ten hin­weg­hilft, um da­nach mit neu­em Wachs­tumspo­ten­zi­al star­ten zu kön­nen.
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