Der richtige Weg zu mehr Wachstum

EXPANSION:

HBM Februar 2011

Wol­len Un­ter­neh­men wach­sen, brau­chen sie da­für meist neue Res­sour­cen wie Know-how, Pa­ten­te oder Fer­ti­gungs­ka­pa­zi­tä­ten. Sie kön­nen ver­su­chen, die­se selbst auf­zu­bau­en. Manch­mal ist es aber auch ver­nünf­tig, ei­ni­ge ex­tern zu er­wer­ben, in­dem Un­ter­neh­men Ver­trä­ge schlie­ßen, Bünd­nis­se mit an­de­ren Un­ter­neh­men ein­ge­hen oder auch Fu­sio­nen und Über­nah­men an­stre­ben. In ei­ner auf zehn Jah­re an­ge­leg­ten welt­wei­ten Stu­die un­ter 162 Un­ter­neh­men der Te­le­kom­mu­ni­ka­ti­ons­bran­che fan­den wir her­aus, dass nur ein Drit­tel von ih­nen alle vier Me­tho­den nutzt. Ei­ni­ge Fir­men ent­wi­ckeln wei­ter­hin bei­na­he al­les selbst, an­de­re kon­zen­trie­ren sich auf Li­zen­zen oder Joint Ven­tu­res, wie­der an­de­re sind zu Ex­per­ten bei Fu­sio­nen und Über­nah­men ge­wor­den. Für ge­wöhn­lich wird das Stan­dard­vor­ge­hen al­len­falls um eine Me­tho­de er­wei­tert: Bei­spiels­wei­se tä­ti­gen Un­ter­neh­men Zu­käu­fe, um die in­ter­ne Ent­wick­lung zu er­gän­zen.
Als wir die Ma­na­ger frag­ten, wa­rum es so schwie­rig sei, neue Res­sour­cen zu ge­win­nen, ka­men nur we­ni­ge auf die Idee, dass sie wo­mög­lich be­harr­lich auf das falsche Pferd set­zen. Mehr als die Hälf­te nann­te als Ur­sa­che der Pro­ble­me die Um­set­zung - ins­be­son­de­re den Man­gel an Per­so­nal und Fach­wis­sen (67 Pro­zent) so­wie die schwie­ri­ge In­te­gra­ti­on ak­qui­rier­ter Un­ter­neh­men (50 Pro­zent).
Die Um­set­zung ver­ant­wort­lich zu ma­chen, statt dar­über nach­zu­den­ken, mit wel­cher Stra­te­gie sich das Un­ter­neh­men wei­ter­ent­wi­ckeln lässt, hilft nicht wei­ter. So ent­ge­hen Fir­men zahl­rei­che Chan­cen. Un­se­re Stu­die zeigt ein­deu­tig, dass Un­ter­neh­men, die sich mit al­len vier Me­tho­den neue Po­ten­zia­le si­chern, bes­ser ab­schnei­den als die­je­ni­gen, die zu engstir­nig sind. Kon­kret heißt das: Bei Fir­men, die ver­schie­de­ne Wege nut­zen, ist die Wahr­schein­lich­keit, dass sie in fünf Jah­ren noch auf dem Markt sind, grö­ßer als bei de­nen, die nur auf eine Me­tho­de set­zen; und zwar 46 Pro­zent grö­ßer ver­g­li­chen mit je­nen, die sich nur auf Ko­ope­ra­tio­nen stüt­zen; 26 Pro­zent ge­gen­über Un­ter­neh­men, die ein­sei­tig auf Fu­sio­nen und Über­nah­men set­zen; und 12 Pro­zent im Ver­gleich zu Fir­men, die sich aus­schließ-lich auf die in­ter­ne Ent­wick­lung kon­zen­trie­ren. Mehr als die Hälf­te der Ma­na­ger, die sich kei­ne Ge­dan­ken über ihr tak­ti­sches Vor­ge­hen ge­macht ha­ben, müs­sen beim Er­werb von Res­sour­cen und Fä­hig­kei­ten be­son­ders häu­fig Fehl­schlä­ge ein­ste­cken. Zum Ver­gleich: Die Fehl­schlags­quo­te liegt bei den Ma­na­gern, die sämt­li­che Op­tio­nen sorg­fäl­tig ge­prüft ha­ben, bei nur 20 Pro­zent.
Die­ser Bei­trag soll als Leit­fa­den für bes­se­re stra­te­gi­sche Ent­schei­dun­gen die­nen. Die fol­gen­den Fra­gen hel­fen Ma­na­gern da­bei, die für die je­wei­li­ge Si­tua­ti­on bes­te Tak­tik zu fin­den. Sol­len sie vor­han­de­ne Res­sour­cen in­tern wei­ter­ent­wi­ckeln? Dann kommt es dar­auf an, ob sie für die neu­en An­for­de­run­gen re­le­vant sind. Falls nicht, ist es sinn­vol­ler, einen Ver­trag mit ei­nem ex­ter­nen An­bie­ter ab­zu­schlie­ßen oder eine ver­gleich­ba­re Ver­ein­ba­rung zu tref­fen. Wel­chen Weg Sie ein­schla­gen, hängt un­ter an­de­rem da­von ab, ob alle Be­tei­lig­ten die Res­sour­cen ähn­lich be­wer­ten. So­lan­ge sich die Part­ner un­ei­nig sind, kann ein Ver­trag nicht funk­tio­nie­ren. In die­sem Fall müs­sen Sie sich dar­über klar wer­den, wie tief und wie in­ten­siv die Be­zie­hung sein soll. Je nach­dem wie Sie die­se Fra­ge be­ant­wor­ten, kön­nen Sie sich für eine stra­te­gi­sche Part­ner­schaft ent­schei­den. Eine wei­te­re Mög­lich­keit be­steht dar­in, einen An­bie­ter kom­plett zu über­neh­men (sie­he Sys­te­ma­tik im Kas­ten rechts).
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