Die Qual der Wahl

CEO-NACHFOLGE:

HBM Januar 2011

Acht Jah­re gibt es nun schon die Sar­ba­nes-Ox­ley-Re­geln (die un­ter an­de­rem die Auf­ga­ben­ver­tei­lung zwi­schen dem Auf­sichts­gre­mi­um - Board - und dem Top­ma­na­ge­ment bör­sen­no­tier­ter Un­ter­neh­men deut­li­cher de­fi­nier­ten - Anm. d. Red.). Die­ses Re­gel­werk hat Un­ter­neh­mens­chefs viel Ar­beit und Är­ger be­schert. Aber es brach­te auch eine zwei­fel­los po­si­ti­ve Neue­rung: Die Re­geln führ­ten dazu, dass Auf­sichts­gre­mi­en ei­nem schei­den­den CEO die Nach­fol­ge­pla­nung ent­ris­sen. Bis­lang hat­te die­ser zu viel Ein­fluss auf die be­tref­fen­de Ent­schei­dung ge­habt.
Heu­te han­delt das Auf­sichts­gre­mi­um ak­ti­ver. Den­noch ist es im­mer eine Her­aus­for­de­rung, die rich­ti­gen Kan­di­da­ten aus­zu­su­chen. Im­mer noch be­ru­hen die­se Ent­schei­dun­gen zu we­nig auf Da­ten und zu viel auf Dau­men­re­geln, An­ek­do­ten und Ma­na­ge­ment­mo­den. In den spä­ten 90ern etwa, nach­dem Lou Ger­st­ner den Tur­naround beim IT-Rie­sen IBM ge­schafft hat­te, kon­zen­trier­ten sich die Boards bei der Kan­di­da­ten­aus­wahl auf große CEO-Na­men au­ßer­halb von IBM. In der ver­gan­ge­nen De­ka­de ver­än­der­te sich die­se Stim­mung. Eine gan­ze Rei­he von Vor­den­kern - ei­ni­ge von ih­nen schrie­ben in der „Har­vard Busi­ness Re­view“ - ha­ben ar­gu­men­tiert, dass in­ter­ne Kan­di­da­ten die bes­se­re Wahl sind.
Um den Boards Emp­feh­lun­gen zu ge­ben, die auf Fak­ten ba­sie­ren, führ­te die Exe­cu­ti­ve-Search-Fir­ma Spencer Stu­art eine Stu­die durch. Wir un­ter­such­ten 18 Mo­na­te lang 300 CEO-Nach­fol­gen bei S&P-500-Un­ter­neh­men, die im Zeit­raum von 2004 bis 2008 statt­fan­den.
Die Er­geb­nis­se wa­ren in vie­ler­lei Hin­sicht über­ra­schend. Im Ge­gen­satz zur vor­herr­schen­den Mei­nung zeig­te un­se­re Ana­ly­se: Nach­fol­ger aus dem Un­ter­neh­men leis­ten ähn­lich gute Ar­beit wie Nach­fol­ger, die von au­ßer­halb ka­men. So­wohl in der Ka­te­go­rie der Bes­ten als auch in der Ka­te­go­rie der Schlech­tes­ten fan­den sich Ma­na­ger aus bei­den Grup­pen. In Kom­bi­na­ti­on mit den Fak­to­ren Wett­be­wer­bs­po­si­ti­on und fi­nan­zi­el­le Lage zum Zeit­punkt des Wech­sels spiel­te es kei­ne Rol­le, ob ein ex­ter­ner oder ein in­ter­ner Kan­di­dat aus­ge­wählt wur­de.
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