Zu Hause fertigen kann billiger sein

STANDORTWAHL:

HBM Dezember 2010

In wel­chem Land soll­te die neue Fa­brik er­rich­tet wer­den? Soll­te ein aus­län­di­scher oder ein ein­hei­mi­scher Zu­lie­fe­rer un­ter Ver­trag ge­nom­men wer­den? Wenn Ma­na­ger über sol­che Fra­gen der Lie­fer­ket­te ent­schei­den, ver­wen­den sie zur Be­wer­tung der un­ter­schied­li­chen Mög­lich­kei­ten meist die Dis­coun­ted-Cas­h­flow-Ana­ly­se (DCF). Al­ler­dings ist die­ser An­satz pro­ble­ma­tisch, denn ty­pi­scher­wei­se wird dar­in der Wert von Fle­xi­bi­li­tät un­ter­schätzt. Da­durch kann es pas­sie­ren, dass Un­ter­neh­men Lie­fer­ket­ten auf­bau­en, die schlank und kos­tenef­fi­zi­ent sind, so­lan­ge al­les nach Plan läuft. Wenn aber et­was Un­vor­her­ge­se­he­nes pas­siert, kön­nen sie enorm teu­er wer­den.
Die­ser Fal­le kön­nen Sie ent­ge­hen, in­dem Sie DCF-Ana­ly­sen um eine Rea­l­op­tio­nen-Be­wer­tung er­gän­zen: Mit ih­rer Hil­fe lässt sich der Wert von Fle­xi­bi­li­tät in Geld­ein­hei­ten aus­drücken. So hat es etwa Flex­cell ge­macht, ein in­no­va­ti­ves Schwei­zer Un­ter­neh­men, das leich­te So­lar­mo­du­le für un­ter­schied­li­che An­wen­dun­gen an­bie­tet und des­sen Haupt­ak­tio­när der deut­sche So­lar­zel­len­her­stel­ler Q-Cells ist.
Nach­dem im Jahr 2006 ein deut­scher In­ves­tor als großer An­teils­eig­ner ein­ge­stie­gen war, plan­te das im Jahr 2000 ge­grün­de­te Start-up eine Ex­pan­si­on. Wie vie­le Un­ter­neh­men stand es vor der schwie­ri­gen Auf­ga­be, den bes­ten Stand­ort für sei­ne neue Fa­brik zu fin­den. Zur Aus­wahl stan­den drei Op­tio­nen: Chi­na, Ost­deutsch­land (die von dem In­ves­tor be­vor­zug­te Va­ri­an­te) und ein Ge­län­de nah am ei­ge­nen Haupt­sitz. Chi­na war schnell aus dem Ren­nen: Mit ei­nem der­art weit ent­fern­ten Stand­ort hät­te Flex­cell kaum Chan­cen ge­habt, sei­ne Pro­duk­te ge­nau auf Kun­den­wün­sche ab­zu­stim­men, au­ßer­dem er­schi­en es zu schwie­rig, einen Pro­duk­ti­ons­pro­zess mit neu­en Tech­no­lo­gi­en in ei­ner ab­ge­le­ge­nen Fa­brik zum Lau­fen zu brin­gen.
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