Die Stärken des Unternehmens richtig nutzen

STRATEGIE:

HBM September 2010

Un­ter­neh­men soll­ten sich auf ihre Kern­kom­pe­ten­zen kon­zen­trie­ren; nur dann er­wirt­schaf­ten sie nach­hal­tig über­durch­schnitt­li­che Ge­win­ne. Die­se Wahr­heit ist so ein­fach zu for­mu­lie­ren - doch es ist un­glaub­lich schwie­rig, sie zu ver­in­ner­li­chen. Tat­säch­lich kon­zen­trie­ren sich Ma­na­ger bei ih­ren Ent­schei­dun­gen in al­len Ge­schäfts­be­rei­chen und Pro­dukt­grup­pen nur sel­ten auf das, „was wir bes­ser ma­chen als an­de­re“. Noch sel­te­ner aber sind Un­ter­neh­men, die ihre be­son­de­ren Fä­hig­kei­ten und ihre Po­si­ti­on im Markt stra­te­gisch weit­sich­tig auf­ein­an­der ab­stim­men. Wir nen­nen sie ko­hä­rent.
Die meis­ten Un­ter­neh­men be­ste­hen den Ko­hä­renz­test nicht, weil sich ihre Füh­rungs­kräf­te zu sehr mit der Po­si­tio­nie­rung im Markt be­schäf­ti­gen und zu we­nig mit den ei­ge­nen Stär­ken. Sie beu­gen sich dem enor­men Druck zu wach­sen und su­chen Ge­schäfts­fel­der in im­mer neu­en Märk­ten. Dort feh­len ih­nen dann die Fä­hig­kei­ten, um nach­hal­tig er­folg­reich zu sein. Ihr Wachs­tum geht nicht von ih­rem Kern­ge­schäft aus, son­dern stammt aus Zu­käu­fen, die das ei­ge­ne Ge­schäft nur schein­bar er­gän­zen. Doch oft ist ge­nau das Ge­gen­teil der Fall, und die­se Pro­jek­te stel­len sich als blau­er Ozean her­aus, den sie nicht durch­schwim­men kön­nen. Auch Un­ter­neh­men, die sich aus Märk­ten zu­rück­zie­hen und das be­ste­hen­de Ge­schäft ef­fi­zi­en­ter ge­stal­ten wol­len, küm­mern sich meist zu we­nig um ihre Stär­ken. Zum Bei­spiel müs­sen in der Re­gel alle Be­rei­che ihre Kos­ten pau­schal in glei­cher Höhe kür­zen. Bes­ser wäre es, die Res­sour­cen an­ders zu ver­tei­len, um neue Schwer­punk­te im Ge­schäft zu set­zen. De fac­to er­wäh­nen Ma­na­ger nur in we­ni­gen Stra­te­gi­en Be­grif­fe wie Fä­hig­kei­ten, Kom­pe­ten­zen oder Stär­ken. Statt­des­sen folgt die Stra­te­gie­ent­wick­lung dem aus­ge­tre­te­nen Pfad vom Markt zu­rück in die Vor­stand­se­ta­ge.
Wir plä­die­ren nicht da­für, dass Ma­na­ger Markt­si­gna­le ge­ring­schät­zen soll­ten; jede Stra­te­gie muss sie be­rück­sich­ti­gen. Doch wir schla­gen vor, am ent­ge­gen­ge­setz­ten Punkt zu be­gin­nen (sie­he auch den Kas­ten Sei­te 75): Fin­den Sie zu­nächst her­aus, was Ihr Un­ter­neh­men wirk­lich gut kann. Ent­wi­ckeln Sie dann die ent­spre­chen­den Fä­hig­kei­ten (min­des­tens drei bis sechs) wei­ter, bis die­se ihr höchs­tes Ni­veau er­reicht ha­ben und sinn­voll in-ein­an­der­grei­fen. Im nächs­ten Schritt gilt es, die­ses En­sem­ble der Stär­ken mit den Er­for­der­nis­sen des Mark­tes ab­zu­stim­men. Das Er­geb­nis die­ses An­sat­zes sind über­durch­schnitt­li­che Ge­win­ne. Wir be­zeich­nen sie als Ko­hä­renz­prä­mie, und wir ha­ben ein Kon­zept zu ih­rer Mes­sung ent­wi­ckelt.
Jetzt kaufen
© Harvard Business Manager
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH
Inhalt

Abbildungen und Diagramme

Bilder:
0
Infografiken:
0

Textumfang

Seiten:
9
Zeichen:
30.670
Nachdrucknummer:
201009072
Nachdrucke
Nachdrucke in Medien aller Art
Seitenpreise ab 360 Euro je nach Auflage

Nutzungsrechte im PDF-Format
Ohne Fotos und Illustrationen. Für die Verwendung bei betriebsinternen Fortbildungen, Kundenbroschüren, im Intranet und firmeninternen Pressespiegel: Preisberechnung pro Exemplar beziehungsweise pro Nutzer je nach Auflage.

Sonderdrucke
Möglich ab 500 Exemplaren, Preise auf Anfrage.
Ein Beispiel finden Sie hier.

Nachdrucke von Illustrationen
© Harvard Business Manager: Preise auf Anfrage

Alle Preise verstehen sich zuzüglich Mehrwertsteuer und gegebenenfalls Versandkosten.

Für Artikel mit Copyrightvermerk "Harvard Business School Publishing" gelten besondere urheberrechtliche Bedingungen, die wir Ihnen auf Anfrage gern erläutern.
Hier können Sie nach den Lizenz-Bedingungen fragen.

Alle Themen
ANZEIGE
Nach oben