Fit­ness­pro­gramm für Unternehmen

STRATEGIE:

HBM August 2010

Nie­mand be­strei­tet, dass Un­ter­neh­men sich ver­än­dern müs­sen, wenn das ge­schäft­li­che Um­feld es ver­langt. Doch die Vor­stel­lung, dass sich ein Un­ter­neh­men nur um sei­ner selbst wil­len ver­än­dern will, macht oft skep­tisch. Wa­rum den gan­zen Auf­wand trei­ben, wenn es nicht nö­tig ist?
Die­se Ein­stel­lung ist ge­fähr­lich. Un­ge­ach­tet der Wett­be­wer­bs­si­tua­ti­on muss sich ein Un­ter­neh­men re­gel­mä­ßig selbst auf­rüt­teln. So­gar wenn sich die äu­ße­ren Um­stän­de nicht so stark wan­deln, dass eine Re­ak­ti­on er­for­der­lich wäre, kann es sein, dass die in­ne­ren Um­stän­de dies ver­lan­gen. Die per­so­nel­le Dy­na­mik in ei­ner Fir­ma än­dert sich lau­fend und zwingt die Or­ga­ni­sa­ti­on mit­zu­zie­hen. Im Lauf der Zeit spie­geln die in­for­mel­len Net­ze die of­fi­zi­el­le Struk­tur wi­der, und so ent­ste­hen ab­ge­schot­te­te Ein­hei­ten, ge­wis­ser­ma­ßen Ver­kap­se­lun­gen im Kör­per des Un­ter­neh­mens. Um­struk­tu­rie­run­gen brin­gen die Mit­ar­bei­ter dazu, neue Net­ze zu knüp­fen, was das Un­ter­neh­men ins­ge­samt krea­ti­ver macht. Um­struk­tu­rie­run­gen stö­ren au­ßer­dem die fest­ge­fah­re­nen Ge­wohn­hei­ten in ei­nem Un­ter­neh­men, die In­no­va­ti­on und An­pas­sungs­fä­hig­keit be­hin­dern. Schließ­lich bre­chen Um­struk­tu­rie­run­gen über­hol­te Macht­struk­tu­ren auf, die dazu füh­ren kön­nen, dass Res­sour­cen im Un­ter­neh­men falsch ver­teilt wer­den (sie­he Kas­ten Sei­te 37).
Alle die­se Vor­gän­ge - Ver­kap­se­lun­gen, die wach­sen­de Macht der Ge­wohn­heit und die Ent­ste­hung von Seil­schaf­ten - fin­den im­mer statt. Doch wenn das Un­ter­neh­men flo­riert, wer­den sie leicht über­se­hen, so wie vie­le Men­schen, die schein­bar gut in Form sind, nicht mer­ken, dass ihre Blut­ge­fä­ße ver­stop­fen. Wir stel­len hier einen ein­fa­chen Fra­ge­bo­gen vor, eine Art Cho­les­ter­in­test für Ihr Un­ter­neh­men. Er hilft Ih­nen her­aus­zu­fin­den, ob in Ih­rem Be­trieb klei­ne­re oder grö­ße­re An­pas­sun­gen nö­tig sind. Zu­nächst be­fas­sen wir uns je­doch da­mit, wie sich un­ge­sun­de Struk­tu­ren und Ver­hal­tens­mus­ter ein­schlei­chen, die die Ge­sund­heit Ih­rer Fir­ma be­dro­hen.
Wie Ver­kap­se­lun­gen ent­ste­hen
Die meis­ten Un­ter­neh­men und Ge­schäfts­be­rei­che sind um einen ein­zel­nen Aspekt her­um auf­ge­baut, sei es Funk­ti­on, Pro­dukt, Re­gi­on oder Markt. Das Pro­blem da­bei ist, dass sich Kom­mu­ni­ka­ti­on und Zu­sam­men­ar­beit je­weils auf einen die­ser ab­ge­kap­sel­ten Be­rei­che be­schrän­ken. Die Fol­ge: Ein funk­ti­ons­be­zo­gen auf­ge­bau­tes Un­ter­neh­men zum Bei­spiel braucht lan­ge, um Pro­dukt­chan­cen zu er­ken­nen, wäh­rend ein pro­duk­t­ori­en­tier­tes Un­ter­neh­men man­che Ar­bei­ten dop­pelt macht.
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