Kann Technik den Klimawandel verhindern?

PROGNOSTIK:

HBM Juni 2010

Über­all auf der Welt set­zen Un­ter­neh­mer und In­ves­to­ren der­zeit große Hoff­nun­gen in die „grü­nen“ Tech­no­lo­gi­en. In den In­dus­trie­sek­to­ren, die sich mit Ener­gie­ef­fi­zi­enz und er­neu­er­ba­ren Ener­gi­en be­fas­sen, jagt eine In­no­va­ti­on die nächs­te. Vie­le die­ser Pro­jek­te schei­nen viel­ver­spre­chend im Hin­blick dar­auf, Treib­h­aus­ga­se zu re­du­zie­ren, um die glo­ba­le Er­der­wär­mung ein­zu­däm­men, wie es im De­zem­ber ver­gan­ge­nen Jah­res auf dem UN-Kli­ma­gip­fel in Ko­pen­ha­gen dis­ku­tiert wur­de.
Doch nur we­ni­ge Men­schen sind sich ei­ner sehr ver­stö­ren­den Wahr­heit be­wusst: Selbst wenn all die­se In­no­va­tio­nen sich tat­säch­lich als ge­eig­net er­wei­sen, Treib­h­aus­ga­se zu re­du­zie­ren, wer­den sie ver­mut­lich erst dann den Markt er­obern, wenn es für die Ab­wen­dung der Kli­ma­ka­ta­stro­phe schon zu spät ist.
Die Ge­schich­te zeigt, dass neue Tech­no­lo­gi­en oft Jahr­zehn­te brau­chen, um sich durch­zu­set­zen. Wenn wir den Koh­len­di­o­xid­aus­stoß, wie von Wis­sen­schaft­lern ge­for­dert, in den nächs­ten 40 Jah­ren er­heb­lich re­du­zie­ren wol­len, müss­ten die sau­be­ren Tech­no­lo­gi­en schon jetzt auf brei­ter Front zum Ein­satz kom­men.
For­scher des bri­ti­schen Think­tanks Chat­ham Hou­se und des Pa­tent­diens­tes Cam­bridge IP ha­ben je­doch bei ei­ner um­fas­sen­den Un­ter­su­chung der In­no­va­tio­nen im Ener­gie­sek­tor fest­ge­stellt, dass neue Tech­ni­ken in der Ver­gan­gen­heit sehr lan­ge, näm­lich 19 bis 30 Jah­ren brauch­ten, um brei­te An­wen­dung zu fin­den.
Si­cher­lich gibt es mäch­ti­ge Markt­kräf­te, die die Ent­wick­lung in Rich­tung sau­be­re Ener­gi­en in jüngs­ter Zeit stark for­cie­ren: Auch au­ßer­halb Eu­ro­pas wer­den vie­le Re­gie­run­gen dazu über­ge­hen, Ober­gren­zen für den Aus­stoß von Kli­ma­ga­sen fest­zu­le­gen, und Un­ter­neh­men aus ei­ner Rei­he von Bran­chen ar­bei­ten in­ten­siv an neu­en We­gen, um Emis­sio­nen zu ver­rin­gern. Aber tech­ni­sche Ent­wick­lun­gen brau­chen ihre Zeit, und das gilt ganz be­son­ders für In­no­va­tio­nen im Ener­gie­be­reich.
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