„Kein Profit um jeden Preis“

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HBM Mai 2010

Die Ent­wick­ler des heu­ti­gen On­li­ne-Wör­ter­buchs Leo (Link Eve­r­y­thing On­li­ne) ge­hör­ten 1992 zu den Pio­nie­ren des In­ter­nets. Da­mals hieß Leo noch Isar und diente Wis­sen­schaft­lern und Stu­den­ten des Fach­be­reichs In­for­ma­tik der Lud­wig-Ma­xi­mi­lians-Uni­ver­si­tät und der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät (TU) Mün­chen in ers­ter Li­nie als Soft­wa­rear­chiv. Um die neu ent­ste­hen­de eng­li­sche Fach­spra­che in der In­for­ma­tik bes­ser zu be­wäl­ti­gen, rich­te­ten die Wis­sen­schaft­ler 1995 ein Fach­wör­ter­buch auf der Platt­form ein, das sie stän­dig ak­tua­li­sier­ten.
Hans Rieth­mayer, Jahr­gang 1948, ist selbst In­for­ma­ti­ker. Er war als Sys­te­madmi­nis­tra­tor an der TU an­ge­stellt und struk­tu­rier­te das Leo-An­ge­bot 1997 so, dass es ge­gen die kom­mer­zi­el­le Kon­kur­renz im boo­men­den World Wide Web be­ste­hen konn­te. Er setz­te sich da­für ein, es durch Wer­bung zu fi­nan­zie­ren.
2006 lös­te Rieth­mayer den Sprach­dienst aus der Hoch­schu­le her­aus und führ­te das Spin-off mit sei­nem Kol­le­gen El­mar Bar­tel wei­ter. Im Lau­fe der Zeit war das Wör­ter­buch weit über die Gren­zen der In­for­ma­tik hin­aus­ge­wach­sen. Das Soft­wa­rear­chiv wur­de bald ein­ge­stellt. Heu­te fir­miert Leo als GmbH und bie­tet ne­ben dem eng­li­schen auch ein spa­ni­sches, fran­zö­si­sches, ita­lie­ni­sches, chi­ne­si­sches und ein rus­si­sches Wör­ter­buch. Mit durch­schnitt­lich etwa 18 Mil­lio­nen Ab­fra­gen am Tag zählt die Platt­form fast so vie­le Be­su­cher wie das Por­tal T-On­li­ne.
Leo hat sich von ei­nem uni­ver­si­tär­en Soft­wa­rear­chiv mit klei­nem In­for­ma­tik-Fach­wort­schatz zum größ­ten On­li­ne-Wör­ter­buch Deutsch­lands ge­mau­sert. Wo­her be­kom­men Sie all die Vo­ka­beln?
RIETH­MAYER Oft be­kom­men wir Fach­wort­schät­ze von mit­tel­stän­di­schen Fir­men ge­schenkt mit der Bit­te, sie bei Leo ein­zupfle­gen. Das hat für die Un­ter­neh­men den Vor­teil, dass ihre Mit­ar­bei­ter, die Leo meist schon als Wör­ter­buch nut­zen, nur noch eine Quel­le kon­sul­tie­ren müs­sen, auch wenn sie Fach­wör­ter re­cher­chie­ren. Des Wei­te­ren gibt es eine Rei­he von Nut­zern, die wirk­lich über ein­zig­ar­ti­ges Wis­sen ver­fü­gen. Da gibt es zum Bei­spiel Spe­zia­lis­ten aus der Bio­lo­gie, die sämt­li­che Gras­mücken­ar­ten auf Eng­lisch ein­stel­len, nach­dem sie eine wis­sen­schaft­li­che Ar­beit dar­über ver­fasst ha­ben. Manch­mal be­kom­men wir auch das An­ge­bot zu ko­ope­rie­ren, also auf kom­plet­te - meist ein­spra­chi­ge - An­ge­bo­te von Fach­ver­la­gen zu ver­lin­ken. So hat uns zum Bei­spiel der Gabler-Ver­lag den On­li­ne-Wort­schatz sei­nes Wirt­schafts­le­xi­kons zur Ver­fü­gung ge­stellt.
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