Wer nicht quakt, der nicht gewinnt

WERBUNG:

HBM März 2010

In Ja­pan ist die Aflac-Ente ein Rock­star. So lässt sich wohl am bes­ten be­schrei­ben, wie groß ihre Be­deu­tung dort ist. 2003, als un­ser Ver­si­che­rungs­kon­zern Aflac die Ente als Te­s­ti­mo­ni­al ein­ge­führt hat, sind die Um­sät­ze selbst in ei­ner Zeit mit schlech­ter Wirt­schafts­la­ge um 12 Pro­zent ge­stie­gen. Heu­te ver­si­chern wir einen von vier ja­pa­ni­schen Haus­hal­ten und sind das Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­men mit den meis­ten lau­fen­den Ver­trä­gen. Wir lös­ten da­mit un­se­ren Kon­kur­ren­ten Nip­pon Life ab, der hier mehr als 100 Jah­re lang an der Spit­ze stand.
Im Jahr 2009 hat un­ser ja­pa­ni­sches Mar­ke­ting­team für ein neu­es Ver­si­che­rungs­pro­dukt eine et­was an­ders ge­stal­te­te Ente ein­ge­führt. Sie ist eine Mi­schung aus un­se­rer Ente und der tra-di­tio­nel­len asia­ti­schen wei­ßen Kat­ze Ma­n­eki Neko, die ein Glücks­sym­bol ist. Die Kat­zenen­te wur­de so be­rühmt, dass un­se­re neues­te Kam­pa­gne in Ja­pan in­zwi­schen den ers­ten Platz be-legt. Eine gi­gan­ti­sche Plüsch­ver­si­on der Ma­n­eki-Neko-Ente tour­te mit dem Bus durch das Land und zog in je­der Stadt ein Pu­bli­kum von bis zu 20 000 Men­schen an. Bei je­der Ver­an­stal­tung konn­ten wir gleich an meh­re­ren Ti­schen Ver­si­che­run­gen an en­thu­sias­ti­sche Fans ver­kau­fen.
Wie konn­te eine wei­ße Ente in Ja­pan eine Sen­sa­ti­on wer­den, als wir dort im Jahr 2003 zum ers­ten Mal die Aflac-Ente in ei­ner Wer­be­kam­pa­gne ein­setz­ten? Noch wich­ti­ger ist die Fra­ge: Wie hat sie dazu bei­ge­tra­gen, un­se­re Um­sät­ze um 44 Pro­zent zu stei­gern? Aflacs Um­sät­ze be­lie­fen sich 2008 auf 16,6 Mil­li­ar­den Dol­lar. 70 Pro­zent da­von wur­den in Ja­pan er­wirt­schaf­tet.
Nie­man­den hat das mehr über­rascht als mich.
Dem Un­ter­neh­men ein Ge­sicht ge­ben
Wir ha­ben die Aflac-Ente ei­gent­lich er­fun­den, um uns in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten be­kann­ter zu ma­chen. Als ich 1990 das Amt des CEOs der Ame­ri­can Fa­mi­ly Life Ass­uran­ce Com­pa­ny über­nahm, über­prüf­te ich alle un­se­re Ge­schäfts­be­rei­che und be­schloss, die schlecht lau­fen­den zu ver­kau­fen oder zu schlie­ßen. So konn­ten wir uns auf Ja­pan und die USA kon­zen­trie­ren, die zwei größ­ten Ver­si­che­rungs­märk­te welt­weit. Ich nahm die acht Mil­lio­nen Dol­lar, die wir durch die Schlie­ßung die­ser Ge­schäfts­be­rei­che ein­spar­ten, und star­te­te eine Wer­be­kam­pa­gne in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten. So woll­te ich un­se­ren Be­kannt­heits­grad stei­gern, der da­mals bei un­ge­fähr 2 Pro­zent lag. Fast ein Jahr­zehnt spä­ter düm­pel­te er im­mer noch bei un­ter 10 Pro­zent. Ich er­kann­te, dass ich bei die­sem Tem­po wohl im Ru­he­stand wäre, be­vor wir die Mar­ke von 25 Pro­zent er­reicht hät­ten. Wir muss­ten uns also et­was Spek­ta­ku­lä­res ein­fal­len las­sen.
Jetzt kaufen
© Harvard Business Manager
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH
Inhalt

Abbildungen und Diagramme

Bilder:
0
Infografiken:
0

Textumfang

Seiten:
5
Zeichen:
17.421
Nachdrucknummer:
201003104
Nachdrucke
Nachdrucke in Medien aller Art
Seitenpreise ab 360 Euro je nach Auflage

Nutzungsrechte im PDF-Format
Ohne Fotos und Illustrationen. Für die Verwendung bei betriebsinternen Fortbildungen, Kundenbroschüren, im Intranet und firmeninternen Pressespiegel: Preisberechnung pro Exemplar beziehungsweise pro Nutzer je nach Auflage.

Sonderdrucke
Möglich ab 500 Exemplaren, Preise auf Anfrage.
Ein Beispiel finden Sie hier.

Nachdrucke von Illustrationen
© Harvard Business Manager: Preise auf Anfrage

Alle Preise verstehen sich zuzüglich Mehrwertsteuer und gegebenenfalls Versandkosten.

Für Artikel mit Copyrightvermerk "Harvard Business School Publishing" gelten besondere urheberrechtliche Bedingungen, die wir Ihnen auf Anfrage gern erläutern.
Hier können Sie nach den Lizenz-Bedingungen fragen.

Alle Themen
Nach oben