Web 2.0 für Arbeitgeber

PERSONALMARKETING:

HBM Februar 2010

Es gibt kaum ein mäch­ti­ge­res Mar­ke­ting­in­stru­ment als Mund­pro­pa­gan­da: Wenn Freun­de, Ver­wand­te oder Kol­le­gen ein Pro­dukt emp­feh­len, so hat das mehr Ge­wicht als jede Wer­be­kam­pa­gne. Dies gilt erst recht für die Wahl des Ar­beit­ge­bers. Auch hier ist fast je­dem der Rat und die Mei­nung sei­ner Be­kann­ten wich­tig (sie­he auch Bei­trag Sei­te 36).
Nun hat das In­ter­net die Be­grif­fe Freund und Be­kann­ter mas­siv ver­än­dert. Über Netz­wer­ke wie Xing, Lin­ke­din und Fa­ce­book sind vor al­lem jun­ge Leu­te mit deut­lich mehr Men­schen ver­bun­den als je zu­vor - und sie nut­zen die­se Diens­te, um sich über po­ten­zi­el­le Ar­beit­ge­ber zu in­for­mie­ren. So hat je­des der rund 350 Mil­lio­nen Fa­ce­book-Mit­glie­der laut Fir­men­an­ga­ben im Schnitt rund 130 „Freun­de“ auf der Platt­form. Mit ih­nen fühlt sich der Nut­zer auch ohne di­rek­ten per­sön­li­chen Kon­takt ver­bun­den. Und auch mit po­pu­lä­ren An­ge­bo­ten wie Stu­diVZ, wer-kennt-wen.de und Twit­ter kann er fast im­mer je­man­den un­ter sei­nen vir­tu­el­len Freun­den fin­den, der et­was über einen mög­li­chen Ar­beit­ge­ber weiß oder gar dort be­schäf­tigt ist.
Das hat er­heb­li­che Kon­se­quen­zen für das Per­so­nal­mar­ke­ting. Be­wer­ber ha­ben heu­te häu­fig ein vor­ge­fass­tes Bild von ei­nem mög­li­chen Ar­beit­ge­ber, weil ak­tu­el­le oder ehe­ma­li­gen Mit­ar­bei­ter In­for­ma­tio­nen über das Un­ter­neh­men im In­ter­net aus­ge­plau­dert ha­ben. Das kön­nen durch­aus auch un­an­ge­neh­me Be­haup­tun­gen sein: etwa dass un­be­zahl­te Über­stun­den, ver­al­te­te Ma­na­ge­ment­me­tho­den und in­kom­pe­tente Füh­rungs­kräf­te ty­pisch sind.
Die­se Aus­sa­gen wer­den von Hun­der­ten oder mehr Men­schen ge­le­sen und las­sen sich mit­un­ter für alle Ewig­keit mit Such­ma­schi­nen fin­den. Für Per­so­na­ler be­deu­tet das: Sie soll­ten wis­sen, was in den so­zia­len Netz­wer­ken über ihr Un­ter­neh­men ge­sagt wird. Na­tür­lich soll­ten sie ver­su­chen, auch im Web 2.0 das ei­ge­ne Image als Ar­beit­ge­ber zu ver­bes­sern. Das ist aber nicht mit klas­si­schen Pu­blic Re­la­ti­ons mög­lich. Denn die wich­tigs­ten Bot­schaf­ter der Ar­beit­ge­ber­mar­ke (eng­lisch: Em­ploy­er Brand) in den so­zia­len On­li­ne-Netz­wer­ken sind die ei­ge­nen Mit­ar­bei­ter - de­ren Äu­ße­run­gen sich aber nicht ein­fach steu­ern las­sen.
Jetzt kaufen
© Harvard Business Manager
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung
Inhalt

Abbildungen und Diagramme

Bilder:
0
Infografiken:
0

Textumfang

Seiten:
4
Zeichen:
14.256
Nachdrucknummer:
201002008
Nachdrucke
Nachdrucke in Medien aller Art
Seitenpreise ab 360 Euro je nach Auflage

Nutzungsrechte im PDF-Format
Ohne Fotos und Illustrationen. Für die Verwendung bei betriebsinternen Fortbildungen, Kundenbroschüren, im Intranet und firmeninternen Pressespiegel: Preisberechnung pro Exemplar beziehungsweise pro Nutzer je nach Auflage.

Sonderdrucke
Möglich ab 500 Exemplaren, Preise auf Anfrage.
Ein Beispiel finden Sie hier.

Nachdrucke von Illustrationen
© Harvard Business Manager: Preise auf Anfrage

Alle Preise verstehen sich zuzüglich Mehrwertsteuer und gegebenenfalls Versandkosten.

Für Artikel mit Copyrightvermerk "Harvard Business School Publishing" gelten besondere urheberrechtliche Bedingungen, die wir Ihnen auf Anfrage gern erläutern.
Hier können Sie nach den Lizenz-Bedingungen fragen.

Alle Themen
Nach oben