Was Ihr Unternehmen wirklich leistet

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HBM Januar 2010

In ei­ner Fol­ge der US-Fern­seh­ko­mö­die „Fra­sier“, in der es um das Le­ben ei­ner Psy­cho­ana­ly­ti­kers aus Se­att­le geht, spricht der Bru­der des Ti­tel­hel­den lust­los über eine Auf­ga­be, die er er­le­di­gen muss: „Schwie­rig und lang­wei­lig - so mag ich es am lie­bs­ten.“ Rea­gie­ren Sie so ähn­lich, wenn es um bes­se­re Me­tho­den geht, die Er­fol­ge Ih­rer Or­ga­ni­sa­ti­on zu mes­sen? Dann sind Sie nicht al­lein. Mei­ner Er­fah­rung nach fin­den die meis­ten hoch­ran­gi­gen Ma­na­ger die­se Auf­ga­be läs­tig, wenn nicht so­gar be­droh­lich. Also über­las­sen sie das Gan­ze lie­ber Leu­ten, die Leis­tun­gen mög­li­cher­wei­se nicht sehr gut be­ur­tei­len kön­nen, sich da­für aber her­vor­ra­gend mit Ta­bel­len­kal­ku­la­ti­ons­pro­gram­men aus­ken­nen.
Das un­ver­meid­li­che Er­geb­nis: eine An­häu­fung von Zah­len und Ver­glei­chen, die kaum ech­te Ein­bli­cke in die Leis­tungs­fä­hig­keit ei­nes Un­ter­neh­mens bie­ten und so­gar zu falschen Ent­schei­dun­gen füh­ren kön­nen. Vor al­lem in der ak­tu­el­len Wirt­schafts­la­ge ist das ein großes Pro­blem, denn der­zeit gibt es so gut wie kei­nen Spiel­raum für Feh­ler.
Wie kön­nen Füh­rungs­kräf­te die Er­folgs­mes­sung zu ih­rer Sa­che ma­chen? Um ab­zu­schät­zen, wie ihr Un­ter­neh­men künf­tig im Wett­be­werb ab­schnei­den wird, be­nö­ti­gen sie qua­li­ta­ti­ve und quan­ti­ta­ti­ve Mess­grö­ßen, die nicht nur das Bud­get des lau­fen­den Jah­res und die Er­geb­nis­se des Vor­jah­res be­rück­sich­ti­gen. Sie müs­sen über die we­ni­gen ein­fa­chen, leicht zu ma­ni­pu­lie­ren­den Kenn­zah­len hin­aus­ge­hen und eine Rei­he von an­spruchs­vol­le­ren Grö­ßen ent­wi­ckeln. Sie müs­sen da­für Auf­merk­sam­keit und Ein­satz der Mit­ar­bei­ter ein­for­dern und klar­ma­chen, dass es bei den Kenn­zah­len von heu­te nicht um Ge­schäfts­mo­del­le von ges­tern geht.
Auf den fol­gen­den Sei­ten stel­le ich Ih­nen die mei­ner Er­fah­rung nach fünf häu­figs­ten Fal­len bei der Er­folgs­mes­sung vor und er­klä­re, wie man­che Un­ter­neh­men es schaf­fen, sie zu um­ge­hen. Mei­ne Auf­zäh­lung ist nicht voll­stän­dig. Aber sie soll­te eine gute Ba­sis dar­stel­len. Auf je­den Fall kön­nen Sie sich mit ih­rer Hil­fe einen Vor­teil ge­gen­über Kon­kur­ren­ten ver­schaf­fen, die noch dem al­ten Den­ken ver­haf­tet sind.
Fal­le 1: Ver­glei­che mit sich selbst
Die Un­ter­la­gen für die nächs­te an­ste­hen­de Leis­tungs­kon­trol­le lie­gen auf Ih­rem Tisch; ein Dickicht von Zah­len er­war­tet Sie. Was sind das für Zah­len? Meis­tens Ver­glei­che ak­tu­el­ler Er­geb­nis­se mit ei­nem Plan oder Bud­get. Wenn das so ist, lau­fen Sie Ge­fahr, in die ers­te Fal­le der Er­folgs­mes­sung zu tap­pen: nur auf Ihr ei­ge­nes Un­ter­neh­men zu schau­en. Sie mö­gen ja bes­ser ab­schnei­den als ge­plant, aber sind Sie auch bes­ser als die Kon­kur­renz? Und was ist, wenn die vor Ih­nen lie­gen­den Schät­zun­gen ma­ni­pu­liert sind?
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