Auszeiten, die sich auszahlen

EDITORIAL

HBM Januar 2010

Sei­en es Be­ra­ter, Ban­ker, Wirt­schafts­prü­fer oder Ma­na­ger - für die meis­ten mo­der­nen Wis­sens­ar­bei­ter ist es na­he­zu selbst­ver­ständ­lich, der Ar­beit in ih­rem Le­ben die höchs­te Prio­ri­tät ein­zuräu­men. Das Er­geb­nis: 15-Stun­den-Tage, 80-Stun­den-Wo­chen und die Vor­stel­lung, an sie­ben Ta­gen in der Wo­che rund um die Uhr er­reich­bar sein zu müs­sen. Nun, si­cher wird nie­mand dazu ge­zwun­gen, als hoch be­zahl­ter Un­ter­neh­mens­be­ra­ter sein Da­sein zu fris­ten, und vie­le Men­schen mit Tob­jobs sind sehr zu­frie­den mit ih­rer an­spruchs­vol­len und for­dern­den Ar­beit. Den­noch stel­len sich Fra­gen nach Sinn und Nut­zen die­ser Hal­tung. Da­bei geht es nicht nur dar­um, ob Ar­beit und Pri­va­tes in Ba­lan­ce sind. Frag­lich ist auch, ob Team­ar­beit un­ter die­sen Be­din­gun­gen op­ti­mal funk­tio­niert, ob tat­säch­lich mehr Wert für den Kun­den ge­schaf­fen wird und der Ar­beit­ge­ber lang­fris­tig von sei­nen ta­len­tier­ten Mit­ar­bei­tern pro­fi­tie­ren kann.
Die Har­vard-Busi­ness-School-Wis­sen­schaft­le­rin­nen Les­lie Per­low und Jes­si­ca Por­ter woll­ten es ge­nau wis­sen. Über vier Jah­re führ­ten sie ein Ex­pe­ri­ment in meh­re­ren Bü­ros der US-Un­ter­neh­mens­be­ra­tung Bo­ston Con­sul­tung Group (BCG) durch. Sie ver­ord­ne­ten den Be­ra­tern, was die Hoch­leis­ter am we­nigs­ten schät­zen: Ruhe. So gab es zum Bei­spiel Aben­de mit Black­ber­ry-Ver­bot und einen kom­plett frei­en Tag je Team­mit­glied wäh­rend der Ar­beit beim Kun­den. Zu­nächst herrsch­ten Un­mut und Ver­wir­rung: Ein Part­ner fühl­te sich, als ob er ler­nen müss­te, „den lin­ken statt des rech­ten Arms zu be­nut­zen“. Doch am Ende war BCG be­geis­tert: Die Be­ra­ter wa­ren zu­frie­de­ner, die Kun­den glück­lich, Ef­fi­zi­enz und Ef­fek­ti­vi­tät der Ar­beit hat­ten sich er­höht. Den Bei­trag „We­ni­ger ar­bei­ten - mehr leis­ten“ fin­den Sie auf Sei­te 24.
Am Ende wa­ren die Mit­ar­bei­ter zu­frie­de­ner, die Kun­den glück­lich und der Ar­beit­ge­ber be­geis­tert.
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