„Na­tur­tex­ti­li­en sind etwas Sinnliches“

GESPRÄCH:

HBM Dezember 2009

Sie sa­gen, Sie wol­len den Wi­der­spruch zwi­schen Mode und Öko­lo­gie auf­lö­sen. Worin be­steht die­ser Wi­der­spruch?
LÜD­GE Mode, das sind Ce­le­bri­ties, Mo­dels auf Lauf­ste­gen und Gla­mour. Die Mo­de­welt ist sehr spe­zi­ell, eine Schein­welt, sie schwebt wie ein Schlei­er über al­lem. Dort pul­siert al­les nach dem glei­chen Takt. Die Men­schen den­ken im­mer von ei­ner Fa­shi­ons­how zur nächs­ten, Sai­son für Sai­son. Alle sind auf der Su­che nach et­was Neu­em, nach At­trak­tio­nen. Die­se Welt, die nach Neu­ig­keit und Ab­wechs­lung strebt, wird im­mer schnel­ler ge­tak­tet, um die Er­trä­ge zu er­hö­hen. Es gibt Ket­ten wie Zara und H&M, die sich dar­auf spe­zia­li­siert ha­ben, die neues­ten Mo­de­trends so schnell auf den Markt zu brin­gen, dass der Kon­su­ment im­mer so­fort das kau­fen kann, was die Sze­ne ge­ra­de als mo­disch er­ach­tet. Zara und H&M ha­ben die­ses Kon­zept bis zur Per­fek­ti­on um­ge­setzt - ein gu­tes Ge­schäfts­mo­dell. Das The­ma Öko­lo­gie und Nach­hal­tig­keit ist aber das ge­naue Ge­gen­teil.
In­wie­fern?
LÜD­GE Un­ter Öko­lo­gie ver­steht man Lang­fris­tig­keit, nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung, Schutz der Res­sour­cen, Schutz des Men­schen, der in der Pro­duk­ti­on ar­bei­tet, und des Kon­su­men­ten, der die Klei­dung trägt. Wir in­ter­pre­tie­ren Mode des­halb an­ders: Wir küm­mern uns in ers­ter Li­nie dar­um, dass Tex­ti­li­en res­sour­cen­scho­nend und un­ter Be­ach­tung so­zia­ler Stan­dards her­ge­stellt wer­den. Es geht uns dar­um, dass der Kun­de Hess Na­tur gern an­zieht. Hemd, Hose oder Pull­over sol­len zu sei­nem Typ pas­sen, sein Lieb­lings­stück wer­den, das er durch­aus drei Jah­re lang tra­gen kann. Die Kol­lek­ti­ons­tei­le sol­len sich gut kom­bi­nie­ren las­sen. Hess Na­tur ist das Ge­gen­teil von Weg­werf­klei­dung.
Aber die Fa­ser ist Ih­nen wich­ti­ger als die Form?
LÜD­GE Na­tür­li­che und hoch­wer­ti­ge Ma­te­ria­li­en sind un­se­re Kern­kom­pe­tenz. Or­ga­nic Cot­ton, also Baum­wol­le, die ohne den Ein­satz von Pes­ti­zi­den an­ge­baut wird, bie­tet heut­zu­ta­ge je­der an. Bei uns fin­den Kun­den Klei­der aus Yak­wol­le, Pull­over aus Ka­mel­haar, Män­tel aus Al­pa­ka, T-Shirts aus Hanf, die gan­ze Pa­let­te der Na­tur­tex­ti­li­en. Wir wis­sen, wo­her sie kom­men und un­ter wel­chen Um­stän­den sie pro­du­ziert wer­den. In die­ses Wis­sen in­ves­tie­ren wir mas­siv. Mit un­se­rer Mode wer­den un­se­re Kun­den kei­ne Fa­shi­on Vic­tims. Den­noch be­mü­hen wir uns um größt­mög­li­che Äs­the­tik, ohne an öko­lo­gi­scher Kon­se­quenz nach­zu­las­sen. Wir wol­len zeit­ge­mäß und nach­hal­tig zu­gleich sein. So brin­gen wir das The­ma Öko­lo­gie und Mode zu­sam­men.
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