In fünf Schritten zum nachhaltigen Unternehmen

UNTERNEHMENSFÜHRUNG:

HBM Dezember 2009

Es gibt kei­ne Al­ter­na­ti­ve zu ei­ner nach-hal­ti­gen Ent­wick­lung. Trotz­dem sind vie­le Ma­na­ger da­von über­zeugt, dass die Wett­be­wer­bs­fä­hig­keit ih­rer Un­ter­neh­men umso mehr un­ter­gra­ben wird, je stär­ker sie sich für den Um­welt­schutz en­ga­gie­ren. Sie glau­ben, dies wer­de die Kos­ten in die Höhe trei­ben, aber kei­nen so­for­ti­gen fi­nan­zi­el­len Nut­zen be­wir­ken.
Sie müs­sen sich nur lan­ge ge­nug mit Fir­men­chefs un­ter­hal­ten, vor al­lem in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten und in Eu­ro­pa, und sie spru­deln nur so vor Be­den­ken: Wenn wir un­se­re Un­ter­neh­men nach­hal­tig ma­chen und um­welt­ver­träg­li­che Pro­duk­te ent­wi­ckeln, han­deln wir uns ge­gen­über den Kon­kur­ren­ten in den Ent­wick­lungs­län­dern, die nicht un­ter dem glei­chen Druck ste­hen, Nach­tei­le ein. Die Zu­lie­fe­rer sind nicht in der Lage, einen Bei­trag zum Um­welt­schutz oder zur Trans­pa­renz zu leis­ten; eine nach­hal­ti­ge Pro­duk­ti­on ver­langt neue Ma­schi­nen und Pro­zes­se; und die Kun­den sind wäh­rend ei­ner Re­zes­si­on nicht be­reit, für um­welt­ver­träg­li­che Pro­duk­te mehr zu be­zah­len. Des­halb be­trach­ten die meis­ten Ma­na­ger die Not­wen­dig­keit, nach­hal­tig zu wer­den, als Teil der so­zia­len Ver­ant­wor­tung ei­nes Un­ter­neh­mens, die mit den ei­gent­li­chen Ge­schäfts­zie­len nichts zu tun hat.
Es über­rascht nicht, dass sich der Kampf um die Ret­tung des Pla­ne­ten in eine re­gel­rech­te Schlacht zwi­schen Re­gie­run­gen und Un­ter­neh­men, zwi­schen Un­ter­neh­men und Ver­brau­cher­schüt­zern so­wie manch­mal zwi­schen Ver­brau­cher­schüt­zern und Re­gie­run­gen ver­wan­delt hat. Das Gan­ze äh­nelt ei­nem Ren­nen mit drei Bei­nen, bei dem zwei Läu­fer mit den bei­den nicht ge­fes­sel­ten Bei­nen vor­an­stür­men, aber durch die bei­den zu­sam­men­ge­bun­de­nen Bei­ne - qua­si das drit­te Bein - zu­rück­ge­hal­ten wer­den. Eine von Po­li­ti­k­ex­per­ten und Um­weltak­ti­vis­ten dis­ku­tier­te Lö­sung be­steht in ei­ner stär­ke­ren und zu­neh­mend schär­fer wer­den­den Re­gu­lie­rung. Sie ver­tre­ten die Auf­fas­sung, dass ein auf Frei­wil­lig­keit ba­sie­ren­des Han­deln kaum aus­rei­chen wird. An­de­re schla­gen vor, die Ver­brau­cher ent­spre­chend zu in­for­mie­ren und zu or­ga­ni­sie­ren, da­mit sie die Un­ter­neh­men zur Nach­hal­tig­keit zwin­gen. Zwar sind so­wohl ge­setz­li­che Maß­nah­men als auch Ver­brau­che­r­in­for-ma­ti­on not­wen­dig, aber das reicht nicht, um die Pro­ble­me schnell oder voll­stän­dig zu lö­sen.
Ma­na­ger ver­hal­ten sich, als müss­ten sie sich zwi­schen dem so­zia­len Nut­zen, der mit der Ent­wick­lung nach­hal­ti­ger Pro­duk­te oder Pro­zes­se ein­her­geht, und den da­mit ver­bun­de­nen Kos­ten ent­schei­den. Aber das stimmt ein­fach nicht. Wir ha­ben die Nach­hal­tig­keit­si­ni­tia­ti­ven von 30 Großun­ter­neh­men eine Zeit lang un­ter­sucht. Un­se­re Er­geb­nis­se zei­gen, dass Nach­hal­tig­keit or­ga­ni­sa­to­ri­sche und tech­ni­sche In­no­va­tio­nen an­stößt, die so­wohl den Um­satz als auch den Ge­winn stei­gern. Um­welt­ver­träg­li­che For­men des Wirt­schaf­tens sen­ken die Kos­ten, weil Un­ter­neh­men we­ni­ger Res­sour­cen ver­brau­chen. Die­ses Vor­ge­hen er­mög­licht den Fir­men au­ßer­dem, durch bes­se­re Pro­duk­te zu­sätz­li­che Ein­nah­men zu er­zie­len oder neue Ge­schäfts­fel­der auf­zu­bau­en. Da dies oh­ne­hin die Zie­le un­ter­neh­me­ri­scher In­no­va­ti­on sind, ha­ben wir fest­ge­stellt, dass cle­ve­re Un­ter­neh­men jetzt die Nach­hal­tig­keit als neu­es Feld für In­no­va­tio­nen be­han­deln.
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