Wasser - ein kostbares Gut

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HBM Dezember 2009

Welt­be­kann­te Flüs­se wie der In­dus, der Rio Gran­de oder der Gel­be Fluss er­rei­chen das of­fe­ne Meer nicht mehr, weil in­ten­si­ve Was­ser­nut­zung sie oft schon vor der Mün­dung tro­cken­fal­len lässt. In Bra­si­li­en und Afri­ka lei­det die Be­völ­ke­rung un­ter Strom­aus­fäl­len, weil das we­ni­ge Was­ser die Tur­bi­nen der Was­ser­kraft­wer­ke nicht mehr an­trei­ben kann. Und wo das Grund­was­ser frü­her noch kurz un­ter der Ober­flä­che lag, müs­sen die Men­schen heu­te tief in die Erde boh­ren, um es zu ge­win­nen. Auch schlech­te Grund­was­ser­qua­li­tät ist ein großes Pro­blem.
Ein Blick in die Zu­kunft ver­spricht kei­ne Bes­se­rung: Wäh­rend sich die Be­völ­ke­rung in den ver­gan­ge­nen 50 Jah­ren mehr als ver­dop­pelt hat - von drei auf fast sie­ben Mil­li­ar­den Men­schen -, nahm der Was­ser­kon­sum in die­ser Zeit um das Drei­fa­che zu. Was ge­schieht, wenn die Be­völ­ke­rung bis 2050 wie von den Ver­ein­ten Na­tio­nen pro­gno­s­ti­ziert auf 9,1 Mil­li­ar­den an­steigt?
Ver­schärft wird die­se Ent­wick­lung durch die welt­wei­te Zu­nah­me des Fleisch­kon­sums. So sind etwa 15 000 Li­ter Was­ser not­wen­dig, nur um ein Kilo Rind­fleisch zu pro­du­zie­ren. Zum Ver­gleich: Für ein Kilo Wei­zen braucht es rund 1000 Li­ter. Al­lein der An­stieg des durch­schnitt­li­chen Fleisch­ver­zehrs in Chi­na - von 20 Kilo pro Kopf im Jahr 1985 auf ge­schätz­te 50 Kilo in die­sem Jahr - ent­spricht bei­na­he dem jähr­li­chen Was­ser­ver­brauch in Eu­ro­pa.
Eine wei­te­re Be­dro­hung lau­ert in der Ener­gie­ver­sor­gung, ins­be­son­de­re in der Ver­brei­tung von Bio­kraft­stof­fen, die aus Öl­pflan­zen, Ge­trei­de, Zucker­rohr und an­de­ren Pflan­zen her­ge­stellt wer­den. In Ka­lo­ri­en ge­rech­net, ist der welt­wei­te Ener­gie­markt 20-mal so groß wie der Le­bens­mit­tel­markt. Wür­de die Mensch­heit ver­su­chen, nur 5 bis 6 Pro­zent ih­res welt­wei­ten Ener­gie­be­darfs mit Bio­t­reib­stof­fen zu de­cken, be­nö­tig­te sie da­für un­ge­fähr dop­pelt so viel Was­ser wie heu­te.
All die­se Ent­wick­lun­gen deu­ten dar­auf hin, dass Was­ser­knapp­heit ein im­mer drän­gen­de­res The­ma wird - auch wenn Was­ser als Roh­stoff auf der Erde ins­ge­samt nicht aus­ge­hen kann, da es stän­dig als Re­gen, Schnee oder Ver­duns­tung in der At­mo­sphä­re re­zy­kliert wird. Ent­schei­dend ist die Ver­tei­lung die­ses Roh­stoffs über den Erd­ball. Nicht an je­dem Ort steht die glei­che Men­ge an sau­be­rem Grund- oder Re­gen­was­ser zur Ver­fü­gung. Nach­hal­ti­ges Ziel jeg­li­cher Was­ser­wirt­schaft muss es also sein, an ei­nem Stand­ort Was­ser ei­ner be­stimm­ten Qua­li­tät so ein­zu­set­zen, dass der na­tür­li­che Was­ser­kreis­lauf nicht zu­sam­men­bricht.
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