Die Wirtschaft ist weiblich

MARKETING I:

HBM September 2009

Frau­en sind ein wich­ti­ger Mo­tor für die Welt­wirt­schaft. Sie kon­trol­lie­ren Kon­su­m­aus­ga­ben in Höhe von 20 Bil­lio­nen US-Dol­lar welt­weit, und die­se Zahl könn­te in den nächs­ten fünf Jah­ren so­gar auf 28 Bil­lio­nen US-Dol­lar stei­gen. Ihr Ge­samtein­kom­men von der­zeit 13 Bil­lio­nen US-Dol­lar wird im sel­ben Zeit­raum vor­aus­sicht­lich bis zu 18 Bil­lio­nen US-Dol­lar er­rei­chen (sie­he Gra­fik Sei­te 43).
Ins­ge­samt stel­len Frau­en einen grö­ße­ren Wachs­tums­markt dar als Chi­na und In­di­en zu­sam­men. Um ge­nau­er zu sein: einen un­ge­fähr dop­pelt so großen Markt. An­ge­sichts die­ser Zah­len wäre es ge­ra­de-zu tö­richt, Ver­brau­che­rin­nen zu igno­rie­ren oder zu un­ter­schät­zen. Trotz­dem tun vie­le Un­ter­neh­men ge­nau das - selbst jene, die da­von über­zeugt sind, in Be­zug auf ihre weib­li­che Kund­schaft die rich­ti­ge Markt­stra­te­gie zu ver­fol­gen.
Für un­se­re Stu­die über Frau­en als Kun­din­nen ha­ben wir Hun­der­te In­ter­views ge­führt und 50 Un­ter­neh­men aus 13 Tä­tig­keits­fel­dern un­ter­sucht. Au­ßer­dem lie­ßen wir in die Ge­win­nung und Aus­wer­tung un­se­rer For­schungs­er­geb­nis­se jene Er­fah­run­gen ein­flie­ßen, die wir in ins­ge­samt 40 Jah­ren Ar­beit mit Füh­rungs­kräf­ten aus den un­ter­schied­lichs­ten Bran­chen ge­won­nen ha­ben. Ei­ni­ge der Er­geb­nis­se ha­ben wir auf den fol­gen­den Sei­ten be­son­ders her­vor­ge­ho­ben.
Um es kurz zu ma­chen: Frau­en füh­len sich ex­trem schlecht be­dient. Trotz der be­ein­dru­cken­den Fort­schrit­te bei Markt­macht und ge­sell­schaft­li­cher Stel­lung, die sie im ver­gan­ge­nen Jahr­hun­dert er­zielt ha­ben, wer­den sie als Ver­brau­che­rin­nen nach wie vor un­ter­be­wer­tet und am Ar­beits­platz un­ter­schätzt. Sie sind zeit­lich sehr stark be­an­sprucht und müs­sen stän­dig kon­kur­rie­ren­de Prio­ri­tä­ten mit­ein­an­der ver­ein­ba­ren: Be­rufs­tä­tig­keit, Haus­halt und Fa­mi­lie. Doch nur we­ni­ge Un­ter­neh­men ha­ben sich bis­lang auf ih­ren Be­darf an zeit­spa­ren­den Lö­sun­gen oder Pro­duk­ten ein­ge­stellt oder bie­ten Dienst­leis­tun­gen an, die spe­zi­ell auf die An­for­de­run­gen von Frau­en zu­ge­schnit­ten sind.
Man­che Fir­men tun bei­na­he so, als exis­tier­ten Frau­en über­haupt nicht, als un­ter­schie­den sich ihre In­ter­es­sen oder Pro­ble­me nicht von de­nen der Män­ner oder als hät­ten sie kei­nen Ein­fluss auf Kauf­ent­schei­dun­gen (sie­he dazu die Gra­fik Sei­te 44). Für Frau­en ist es im­mer noch schwer, eine gut sit­zen­de Hose zu fin­den, ge­sun­des Es­sen zu kau­fen, Zeit für Sport zu fin­den oder eine Fi­nanz­be­ra­tung in An­spruch zu neh­men, ohne dass sie sich be­vor­mun­det füh­len oder her­ab­las­send be­han­delt wer­den.
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