Wenn zu viel Transparenz schadet

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HBM September 2009

Die Wett­be­wer­bs­fä­hig­keit part­ner­schaft­lich mit Lie­fe­ran­ten stei­gern" - die­ses heh­re Ziel for­mu­lier­ten An­fang Mai Volks­wa­gen-Ma­na­ger in ei­ner Mit­tei­lung an Zu-lie­fe­rer. Da­mit ver­ban­den sie die Auf­for­de­rung an die Ge­schäfts­part­ner, In­for­ma­tio­nen über ihre Kos­ten­struk­tu­ren of­fen­zu­le­gen. Soll­ten sie die nö­ti­gen Da­ten auf Nach­fra­ge aber nicht lie­fern, er­fuh­ren die Lie­fe­ran­ten im sel­ben Schrei­ben, wür­den sie bei der Ver­ga­be von Auf­trä­gen nicht mehr zum Zuge kom­men. Der Be­griff "part­ner­schaft­lich" be­kommt so einen fa­den Bei­ge­schmack, denn Volks­wa­gen setzt auf Zwang und sei­ne Markt­macht, um für mehr Kos­ten­trans­pa­renz bei den Zu­lie­fe­rern zu sor­gen. Die­ses Vor­ge­hen ist si­cher­lich kein Ein­zel­fall, son­dern die Re­gel in ei­ner Bran­che, die schon lan­ge ei­nem enor­men Kos­ten­druck aus­ge­setzt ist und die in der ak­tu­el­len Wirt­schafts­kri­se noch stär­ker un­ter Zug­zwang ge­rät.
Grund­sätz­lich ist die Idee rich­tig, für mehr Trans­pa­renz zu sor­gen: Ana­ly­sie­ren Kun­de und Lie­fe­rant ge­mein­sam die Kos­ten über meh­re­re Wert­schöp­fungs­stu­fen hin­weg, kön­nen sie grö­ße­re Ein­spar­po­ten­zia­le rea­li­sie­ren, als es bei der Op­ti­mie­rung in­ner­halb der ein­zel­nen Un­ter­neh­men mög­lich wäre. Ein Bei­spiel ist der ge­mein­sa­me Ein­kauf von Stahl durch Zu­lie­fe­rer und Au­to­her­stel­ler. Zu­sam­men er­zie­len sie auf­grund der grö­ße­ren Men­gen bes­se­re Kon­di­tio­nen, als wenn je­der al­lein das Ma­te­ri­al be­schaf­fen wür­de.
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