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MERGERS & ACQUISITIONS:

HBM August 2009

Fu­sio­nen und Über­nah­men - der Stoff, aus dem die Wirt­schafts­nach­rich­ten sind - er­wei­sen sich recht häu­fig als Flops. Rund die Hälf­te al­ler Fu­sio­nen bleibt hin­ter den Un­ter­neh­mens­zie­len zu­rück, und Über­nah­men füh­ren in der Re­gel dazu, dass die Ak­tio­näre des Käu­fer­un­ter­neh­mens Geld ver­lie­ren. Das be­le­gen ver­schie­de­ne Stu­di­en aus den ver­gan­ge­nen vier Jahr­zehn­ten. Iro­ni­scher­wei­se sind es je­doch Un­ter­neh­men aus Schwel­len­län­dern, die Mer­gers & Ac­qui­si­ti­ons (M&A) heut­zu­ta­ge als wich­tigs­tes Glo­ba­li­sie­rungs­in­stru­ment ein­set­zen.
Im Ok­to­ber 2008, mit­ten in der welt­wei­ten Wirt­schafts­kri­se, kauf­te der in­di­sche Tech­no­lo­gie­kon­zern Tata Con­sul­tan­cy Ser­vices für 505 Mil­lio­nen Dol­lar die in­di­sche IT-Dienst­leis­tungs­toch­ter der US-Bank Ci­ti­group, Ci­ti­group Glo­bal Ser­vices. Im De­zem­ber 2008 über­nahm das in­di­sche Tech­no­lo­gie­un­ter­neh­men HCL für 672 Mil­lio­nen Dol­lar das bri­ti­sche SAP-Be­ra­tungs­haus Axon Group. Und im Fe­bru­ar 2009 bot Min­me­tals aus Chi­na 1,7 Mil­li­ar­den Dol­lar für den aus­tra­li­schen Wett­be­wer­ber OZ Mi­ne­rals. Tat­säch­lich gin­gen im ver­gan­ge­nen Jahr 26 Pro­zent der Über­nah­men zwi­schen In-dus­trie- und Schwel­len­län­dern auf das Kon­to von ex­pan­die­ren­den Schwel­len­markt­un­ter­neh­men, wie eine ak­tu­el­le Stu­die der Un­ter­neh­mens­be­ra­tung A. T. Kear­ney zeigt.
Be­güns­tigt wird die­ser Trend durch die ho­hen Bar­re­ser­ven der Schwel­len­markt­fir­men. Volks­wirt­schaf­ten wie Chi­na und In­di­en konn­ten in den ver­gan­ge­nen 15 Jah­ren na­he­zu zwei­stel­li­ge Wachs­tums­ra­ten ver­zeich­nen. Dies ge­kop­pelt mit den Re­struk­tu­rie­run­gen in Un­ter­neh­men brach­te Ge­winn­mar­gen von 10 Pro­zent - dop­pelt so viel wie in In­dus­tri­e­län­dern.
An­ge­sichts die­ser auf­ge­bläh­ten Bi­lan­zen ist es kein Wun­der, dass in Schwel­len­märk­ten 50 Pro­zent der Kon­zern­chefs ihre ge­plan­ten Über­nah­men aus Ei­gen­mit­teln fi­nan­zie­ren wol­len und 46 Pro­zent vor­ha­ben, das nö­ti­ge Ka­pi­tal über neue Ak­ti­en ein­zu­sam­meln. Das er­gab eine ge­mein­sa­me Stu­die der „Har­vard Busi­ness Re­view“ und des World Eco­no­mic Fo­rum.
Um eine Ver­wäs­se­rung von An­tei­len ma­chen sich die Kon­zer­ne da­bei kei­ne Sor­gen: In Ent­wick­lungs­län­dern lie­gen große Be­tei­li­gungs­pa­ke­te bei Un­ter­neh­mer­fa­mi­li­en oder Fir­men­grün­dern. Die­se kla­ren Mehr­heits­ver­hält­nis­se sor­gen da­für, dass CEOs bei fal­len­den Ak­ti­en­kur­sen nicht gleich aus dem Amt ge­jagt wer­den. Da­durch kön­nen sich klu­ge Ma­na­ger dar­auf kon­zen­trie­ren, lang­fris­ti­ge Wer­te zu schaf­fen. Zu­dem hat die Fi­nanz­kri­se in den USA und in Eu­ro­pa für at­trak­ti­ve Un­ter­neh­mens­be­wer­tun­gen ge­sorgt. Das lockt In­ter­es­sen­ten aus Schwel­len­märk­ten an.
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