Ein Bild für die Götter

UNTERNEHMENSKOMMUNIKATION:

HBM Juni 2009

Ma­na­ger­por­träts sind stän­di­ge Be­glei­ter der Wirt­schafts­be­richt­er­stat­tung. Sie ste­hen in ei­ner lan­gen Tra­di­ti­on der Selbst­dar­stel­lung, die im 14. Jahr­hun­dert mit Ge­mäl­den von Ad­li­gen und Kle­ri­kern be­gann. Heu­te wer­den sie als In­stru­ment der Un­ter­neh­mens­kom­mu­ni­ka­ti­on ge­nutzt. Die ar­ran­gier­ten Bil­der sol­len dem Kon­zern ein Ge­sicht ge­ben und ihn mensch­lich wir­ken las­sen. Als bild­li­che Form des Im­pres­si­on-Ma­na­ge­ments, also der Kunst, einen gu­ten Ein­druck zu hin­ter­las­sen, ha­ben sie eine hohe Öf­fent­lich­keits­wir­kung.
Und doch ist es - trotz teu­rer Fo­to­gra­fen und auf­wen­di­ger In­sze­nie­rung - mit die­ser Kunst oft nicht weit her. Wer an Vor­stands­fo­tos denkt, hat sel­ten be­son­ders Ein­drück­li­ches vor Au­gen: Die Po­sen wir­ken starr, Jacketts schla­gen Fal­ten, die Her­ren ver­sin­ken in zu großen Ses­seln oder klam­mern sich ans Trep­pen­ge­län­der.
Die­se Kluft zwi­schen in­sze­na­to­ri­schem An­spruch und fo­to­gra­fi­scher Wirk­lich­keit macht die Vor­stands­grup­pen­por­träts, die all­jähr­lich auf den ers­ten Sei­ten der Ge­schäfts­be­rich­te er­schei­nen, so in­ter­essant für die Re­pu­ta­ti­ons­for­schung. Wir ha­ben in ei­ner Stu­die zur bild­li­chen In­sze­nie­rung von Vor­stän­den un­ter­sucht, wie de­ren Fo­tos auf den Be­trach­ter wir­ken. Grund­la­ge da­für wa­ren rund 100 Ge­schäfts­be­rich­te großer deut­scher Un­ter­neh­men aus den ver­gan­ge­nen Jah­ren, mit ei­nem Schwer­punkt auf den Ge­schäfts­jah­ren 2007 und 2008. Auf Ba­sis die­ser Stu­die ent­stan­den un­se­re Kom­men­ta­re zu den Vor­stands­fo­tos von BASF, Me­tro, Sie­mens, Luft­han­sa, So­lar­world und RWE, die Sie auf den nächs­ten Sei­ten fin­den.
Ob un­se­re Deu­tun­gen der Wahr­heit na­he­kom­men, wis­sen wir nicht. Man­nig-fa­che Ei­tel­kei­ten und für die Öf­fent­lich­keit kaum nach­voll­zieh­ba­re Über­le­gun­gen mö­gen die Ent­ste­hung ei­nes Fo­tos be­ein­flusst ha­ben. Doch das ist un­er­heb­lich, denn es zählt al­lein die Fra­ge: Wie kommt die In­sze­nie­rung beim Be­trach­ter an? Und das kann je­der für sich selbst nach­prü­fen.
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