Ein alter Kühlschrank, aber gut gefüllt

MARKETING II:

HBM Juni 2009

Kri­se? Wel­che Kri­se? In dem Re­zes­si­ons­ge­tö­se, mit dem sich Wirt­schafts­in­sti­tu­te und Me­di­en der­zeit über­bie­ten, lässt sich leicht über­se­hen, dass ei­ni­ge Bran­chen und Un­ter­neh­men in Deutsch­land die Kauf­zu­rück­hal­tung gar nicht zu spü­ren be­kom­men - oder so­gar von ihr pro­fi­tie­ren.
Neh­men wir zum Bei­spiel die schnell­dre­hen­den Kon­sum­gü­ter (Fast Mo­ving Con­su­mer Goods), die im Su­per­markt­re­gal in kur­z­en Ab­stän­den auf­ge­füllt und wie­der ver­kauft wer­den. Bei ih­nen kann eine Re­zes­si­on wie die ak­tu­el­le den Um­satz in ein­zel­nen Wa­ren­grup­pen deut­lich stei­gern.
Das ließ sich bei­spiels­wei­se im Ab­schwung des Jah­res 2002 be­ob­ach­ten, der sich durch die Euro-Ein­füh­rung noch ver­schärf­te. Da­mals gin­gen die Deut­schen deut­lich we­ni­ger aus­wärts es­sen, so­dass die Ga­stro­no­mie (out-of-home) un­ter Um­satz­rück­gän­gen zu lei­den hat­te. Gleich­zei­tig stieg je­doch der Le­bens­mit­tel­kon­sum im ei­ge­nen Haus­halt (in-home). Of­fen­bar hat­ten die per­ma­nen­te Kri­sen­dis­kus­si­on in den Me­di­en und die 1:1-Um­rech­nung der D-Mark in Euro (trotz re­la­tiv ge­sun­ke­ner Haus­halts­aus­ga­ben) un­mit­tel­ba­ren Ein­fluss auf die Ein­kaufs- und Kon­sum­ge­wohn­hei­ten der Deut­schen. Es kam zu ei­ner Art Rück­be­sin­nung auf den hei­mi­schen Herd; statt Sus­hi oder Shrimps-Cock­tail be­vor­zug­ten die Ver­brau­cher wie­der def­ti­ge Haus­manns­kost wie den tra­di­tio­nel­len Hack­bra­ten oder die aus der Mode ge­kom­me­ne Brot­mahl­zeit. Von die­sem In-home-Trend pro­fi­tier­ten vor al­lem Wa­ren­grup­pen wie Spei­se­eis, Sup­pen und Piz­za.
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