Das Selbstbild moderner Manager

FÜHRUNGSKRÄFTE:

HBM Mai 2009

Pflicht­be­wusst, leis­tungs­ori­en­tiert und zu pri­va­tem Ver­zicht be­reit: Die Spit­zen­kräf­te der deut­schen Wirt­schaft le­ben für und in ih­rem Be­ruf. Dort ver­an­kern sie ihre Wer­te, dort set­zen sie sich Zie­le, dort fin­den sie Le­bens­sinn. Die Kehrsei­te die­ses pro­fes­sio­nel­len Ha­bi­tus: Der Wunsch nach Selbst­ver­wirk­li­chung muss nicht nur hin­ter den in der Un­ter­neh­mens­welt wahr­ge­nom­me­nen Zwän­gen zu­rück­ste­hen, son­dern zu­wei­len auch der per­ma­nen­ten Su­che nach An­er­ken­nung wei­chen. In die­sem Span­nungs­feld wer­den per­sön­li­che Idea­le zur rei­nen Pri­vat­sa­che.
Die­se Er­kennt­nis­se stam­men aus ei­ner ak­tu­el­len Un­ter­su­chung. Mi­riam Me­ckel, Lei­te­rin des In­sti­tuts für Me­di­en- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ma­na­ge­ment der Uni­ver­si­tät St. Gal­len, hat im Auf­trag der Düs­sel­dor­fer Iden­ti­ty Foun­da­ti­on ge­mein­sam mit ih­rem Team 200 deut­sche und Schwei­zer Füh­rungs­kräf­te aus al­len Bran­chen zu ih­ren Le­bens­mo­ti­va­tio­nen, Sinn­vor­stel­lun­gen und Wer­ten be­fragt. Über 70 Pro­zent der Teil­neh­mer wa­ren Vor­stän­de, Ge­schäfts­füh­rer und per­sön­lich haf­ten­de Ge­sell­schaf­ter. Im Durch­schnitt wa­ren die Be­frag­ten 46 Jah­re alt, 20 Pro­zent von ih­nen Frau­en. Um die Er­geb­nis­se zu un­ter­mau­ern, in­ter­view­ten die Wis­sen­schaft­ler ne­ben der Fra­ge­bo­gen­ak­ti­on 23 Füh­rungs­kräf­te per­sön­lich. Auf die­se Wei­se er­hiel­ten die Ex­per­ten eine qua­li­ta­ti­ve Be­stä­ti­gung der quan­ti­ta­ti­ven Un­ter­su­chung.
Das Er­geb­nis: An der Spit­ze der Kon­zer­ne und großer mit­tel­stän­di­scher Un­ter­neh­men in Deutsch­land ste­hen Men­schen, die gut funk­tio­nie­ren und über­wie­gend in­ner­halb der Gren­zen des Sys­tems den­ken und han­deln. Ein Er­geb­nis, das auf den ers­ten Blick nicht über­rascht. Span­nend wird es, weil sich zwei Fra­gen dar­an knüp­fen: Zum einen ist es die Fra­ge nach Wer­ten, die sich nicht aus Funk­ti­ons- und Leis­tungs­an­for­de­run­gen spei­sen; nach Sinn- und Ziel­vor­stel­lun­gen, die Vi­ta­li­tät und in­ne­re Un­ab­hän­gig­keit ver­lei­hen. Zwar schim­mern die­se hin­ter den vor­der­grün­di­gen Ant­wor­ten zu­wei­len durch. Vie­le Ma­na­ger er­le­ben sie aber haupt­säch­lich in der Pri­vat­sphä­re. Zum an­de­ren geht es um die Fra­ge, ob und wie die deut­schen Füh­rungs­kräf­te men­tal vor­be­rei­tet sind, die Fol­gen der glo­ba­len Wirt­schafts­kri­se zu be­wäl­ti­gen. Hier gibt die Un­ter­su­chung in­ter­essan­te, wenn­gleich auch ei­ni­ge er­nüch­tern­de Auf­schlüs­se.
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