So lohnt sich globaler Einkauf

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HBM Mai 2009

Jetzt, in der Kri­se, er­lebt ein The­ma eine Re­naissance, das in den ver­gan­ge­nen Jah­ren et­was an Glanz ver­lo­ren hat­te: die Be­schaf­fung von Ma­te­ria­li­en und Vor­pro­duk­ten in Schwel­len­län­dern. Stei­gen­de Löh­ne, zu­neh­men­de Trans­port­kos­ten, Wäh­rungs­ri­si­ken, Qua­li­täts­män­gel, un­ge­nü­gen­de Si­cher­heits­stan­dards - eine gan­ze Bat­te­rie von Grün­den ver­an­lass­te deut­sche Un­ter­neh­men, Pro­duk­ti­on oder Ein­kauf wie­der zu­rück aus Asi­en oder La­tein­ame­ri­ka an den ei­ge­nen Stand­ort in Eu­ro­pa zu ho­len.
Doch in der Re­zes­si­on zählt je­der Cent. Da der Öl­preis seit 2007 um mehr als die Hälf­te ge­fal­len ist, sin­ken auch die Trans­port­kos­ten wie­der. Der wach­sen­de Druck, bei der Be­schaf­fung zu spa­ren, bringt die Ein­käu­fer dazu, Pro­ble­me bei der Qua­li­tät oder bei der Pro­dukt­si­cher­heit ak­tiv an­zu­ge­hen. Was sie lockt, sind im Ver­gleich zu West­eu­ro­pa im­mer noch güns­ti­ge Roh­stof­fe und Ar­beits­kräf­te in Län­dern wie Chi­na, In­di­en oder Bra­si­li­en.
Bis die Fir­men das vol­le Po­ten­zi­al ei­ner glo­ba­len Be­schaf­fung nut­zen kön­nen, müs­sen sie aber noch ihre Haus­auf­ga­ben er­le­di­gen. Das zeigt eine Ana­ly­se des Ein­kaufs­ver­hal­tens von 100 Un­ter­neh­men aus Eu­ro­pa, Nord­ame­ri­ka und Asi­en so­wie eine Um­fra­ge un­ter 400 Ma­na­gern aus Bran­chen wie Au­to­mo­bil- und Ma­schi­nen­bau, Kon­sum­gü­ter, Che­mie und Elek­tro­nik, die wir vor Kur­z­em ab­ge­schlos­sen ha­ben. Ihr Er­geb­nis: Ge­ra­de ein­mal 14 Pro­zent der be­tei­lig­ten Fir­men sind be­son­ders fort­schritt­lich, was den welt­wei­ten Ein­kauf an­geht; da­ge­gen ha­ben 29 Pro­zent so­gar er­heb­li­chen Nach­hol­be­darf.
Der ent­schei­den­de Grund für die­ses schlech­te Ab­schnei­den der Mehr­heit der Un­ter­neh­men: Sie sind sch­licht nicht rich­tig auf­ge­stellt, um op­ti­mal von den Vor­tei­len ei­ner glo­ba­len Be­schaf­fung zu pro­fi­tie­ren. Als wich­tigs­te Hür­den ha­ben die be­frag­ten Ma­na­ger fünf Punk­te aus­ge­macht: Es fehlt eine welt­wei­te Be­schaf­fungs­stra­te­gie; es gibt kei­ne ge­re­gel­ten Zu­stän­dig­kei­ten und An­reiz­mo­del­le; die Fir­men kon­zen­trie­ren sich nicht auf Zu­lie­fe­rer aus we­ni­gen Re­gio­nen; sie zei­gen nicht ge­nü­gend Prä­senz vor Ort; das Ta­lent­ma­na­ge­ment ist un­ge­nü­gend.
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