Abschalten unmöglich?

WORK-LIFE-BALANCE:

HBM Juli 2008

Ohne sei­nen Black­ber­ry geht der Vor­stand ei­nes großen Dienst­leis­tungs­un­ter­neh­mens nicht aus dem Haus. Er lebt für sei­nen Be­ruf und ist im­mer für sei­ne Mit­ar­bei­ter er­reich­bar - auch im Ur­laub. Dass sei­ne Fa­mi­lie un­ter sei­ner men­ta­len Ab­we­sen­heit lei­det, nimmt er in Kauf. Ein Er­leb­nis hat ihm al­ler­dings zu den­ken ge­ge­ben: Auf ei­nem Wald­spa­zier­gang mit sei­ner Fa­mi­lie ver­jag­te das Klin­geln des Black­ber­rys die ge­ra­de ent­deck­ten Ha­sen. Die Fol­ge: ein großer Trä­nen­aus­bruch bei der klei­nen Toch­ter, Ge­wis­sens­bis­se beim Va­ter.
Was uns die­ser Ma­na­ger über den Spa­gat zwi­schen Job und Pri­vat­le­ben er­zähl­te, ist ty­pisch für vie­le Füh­rungs­kräf­te in den obers­ten Eta­gen. Zwar ist der Be­griff Work-Life-Ba­lan­ce seit ge­rau­mer Zeit ein gern ver­wen­de­tes Schlag­wort. Doch dass sie auch Top­ma­na­gern zu schaf­fen macht, ge­hört nach wie vor zu den Ta­buthe­men in Un­ter­neh­men. Mit ei­ner Rei­he von em­pi­ri­schen Stu­di­en sind wir des­halb dem Phä­no­men auf den Grund ge­gan­gen.
Wir be­frag­ten zu­nächst knapp 50 Top­ma­na­ger, Wis­sen­schaft­ler und Ma­na­ge­ment­coa­ches in per­sön­li­chen In­ter­views von durch­schnitt­lich 45 Mi­nu­ten Dau­er. Auf Ba­sis die­ser Tie­fen­in­ter­views ent­wi­ckel­ten wir die Fra­ge­bo­gen­stu­die „Work-Life-Ba­lan­ce-Mo­ni­tor“ (sie­he Ser­vice­kas­ten Sei­te 15), die wir im Som­mer 2007 rund 250 Ma­na­gern vor­leg­ten.
Das Be­son­de­re da­bei: Die Be­frag­ten stam­men zu 80 Pro­zent aus der obers­ten Füh­rungs­ebe­ne, sind also Ge­schäfts­füh­rer, Vor­stän­de und Fir­men­in­ha­ber. 88 Pro­zent von ih­nen sind männ­lich. Die Er­geb­nis­se zei­gen, dass knapp 40 Pro­zent der Ma­na­ger ein Pro­blem mit ih­rer Work-Life-Ba­lan­ce ha­ben. Das wirkt sich ne­ga­tiv auf ihre ge­ne­rel­le Leis­tungs­fä­hig­keit aus: 13 Pro­zent lei­den un­ter Burn-out; 30 Pro­zent zei­gen Sym­pto­me von Wor­ka­ho­lis­mus. Frau­en sind da­bei stär­ker be­trof­fen - ver­mut­lich we­gen der noch viel­fach prak­ti­zier­ten klas­si­schen Rol­len­ver­tei­lung, in der sie wei­test­ge­hend für Kin­der und Haus­halt ver­ant­wort­lich sind.
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