Wie man die Welt verändert

FALLSTUDIE:

HBM Mai 2008

Alan Wil­son blick­te an sei­nen Ato­mic-Ski­ern vor­bei auf die Ski­fah­rer, die sechs Me­ter un­ter dem Ses­sel­lift vor­beis­aus­ten. Der Him­mel hat­te sich ver­fins­tert, es setz­te leich­tes Schnee­trei­ben ein. Aber die Hart­ge­sot­te­nen lie­ßen sich von den ver­än­der­ten Be­din­gun­gen nicht ab­schre­cken. Er be­ob­ach­te­te eine jun­ge Frau, die den stei­len Hang hin­ab­schoss, dass der Schnee staub­te.
Sorg­fäl­tig rück­te er sei­ne Ski­bril­le zu­recht. Wäh­rend der zehn­mi­nü­ti­gen Lift­fahrt mit sei­nem bes­ten Freund Karl hat­te Wil­son nicht viel ge­sagt. Er war nach­denk­lich. Wie soll­te er sein Le­ben ge­stal­ten, jetzt da sich ihm ei­ni­ge auf­re­gen­de neue Mög­lich­kei­ten bo­ten? Vie­le glau­ben, dass es schreck­lich ist, wenn man kei­ne Wahl­mög­lich­kei­ten hat, dach­te er, aber in ge­wis­ser Wei­se ist es auf­rei­ben­der, zu vie­le zu ha­ben.
Nach­dem sie drei Vier­tel des Weges den Berg hin­auf zu­rück­ge­legt hat­ten, be­gann der Ses­sel­lift im auf­fri­schen­den Wind leicht zu schau­keln. Karl zog die Pis­ten­kar­te her­vor und zeig­te auf eine der schwar­zen Ab­fahr­ten. „Die Cou­loir Noir ist die da rechts“, sag­te er. „Was meinst du?“
Wil­son und Karl teil­ten eine Vor­lie­be für Bu­ckel­pis­ten. Wil­son war im Col­le­ge ei­ner der bes­ten Ski­fah­rer ge­we­sen, und Karl, der im ös­ter­rei­chi­schen Kitz­bü­hel auf­ge­wach­sen war, hat­te einst von ei­ner Teil­nah­me an den Olym­pi­schen Spie­len ge­träumt. Bei ih­ren Neu­jahrs­rei­sen zu den Hän­gen der Rocky Moun­tains hat­ten sie die­ses spe­zi­el­le Ge­biet nie er­kun­det. Wil­son sah zu der stei­len, schma­len Pis­te hin­auf, die sich durch die Kie­fern schlän­gel­te. Mit dem Kopf wies er zu ei­ner an­de­ren Ab­fahrt, der Dra­gon Chu­te. Sie be­gann mit ei­nem Steil­hang und mün­de­te in eine mit Pul­ver­schnee be­deck­te Sen­ke. „Die ge­fällt mir auch“, sag­te er.
Sie hat­ten sich noch im­mer nicht für eine Pis­te ent­schie­den, als sie oben an der Lift­sta­ti­on ihre Ski­spit­zen zum Aus­stei­gen an­ho­ben. Sie rutsch­ten aus dem Sitz und blie­ben ste­hen, um sich er­neut die Kar­te an­zu­se­hen. Wil­son zeig­te auf die Dra­gon Chu­te, die nä­her zu lie­gen schi­en. Sie fuh­ren bis zur Kan­te des Steil­hangs. Wil­son ging in die Knie, stieß sich mit den Stö­cken ab und glitt durch den auf­wir­beln­den Schnee hin­ab. Karl folg­te ihm dicht auf den Fer­sen.
Ro­si­ge Aus­sich­ten
Ein paar Stun­den zu­vor, als sie in ei­ner lär­men­den Skihüt­te vor Schüs­seln mit damp­fen­dem Chi­li ge­ses­sen hat­ten, hat­te Karl mit ei­ner ge­wis­sen Vor­sicht ge­fragt, wie die Din­ge denn so lie­fen.
„Du meinst bei der Ar­beit?“, frag­te Wil­son.
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