Schule der Topmanager

PORTRÄT:

HBM April 2008

Wenn sich Jeff Im­melt, Rick Wa­go­ner und Alan Lafley auf dem Welt­wirt­schafts­fo­rum in Da­vos be­geg­nen, dann fin­den die Chefs von Ge­ne­ral Elec­tric, Ge­ne­ral Mo­tors und Proc­ter & Gam­ble schnell ein ge­mein­sa­mes The­ma: ihre Stu­di­en­zeit an der Har­vard Busi­ness School (HBS). Die drei CEOs (Chief Exe­cu­ti­ve Of­fi­cers) ha­ben an der Fa­kul­tät ih­ren MBA ge­macht. Auch Sie­mens-Chef Pe­ter Lö­scher und Lin­de-Vor­stands­vor­sit­zen­der Wolf­gang Reitz­le wür­den si­cher­lich in die­sem Kreis ge­dul­det, auch wenn sie nur mehr­wö­chi­ge Ma­na­ge­ment­kur­se in Har­vard ab­sol­viert ha­ben. Soll­te dann noch US-Prä­si­dent Ge­or­ge W. Bush vor­bei­schlen­dern, wird es si­cher­lich schnell laut und lus­tig. Auch er hat an der HBS stu­diert, und Bush kann von manch wil­der Wo­chen­end­par­ty im Fe­ri­en­haus sei­ner El­tern an der At­lan­tik­küs­te er­zäh­len.
Kaum eine Hoch­schu­le kann so vie­le mäch­ti­ge und er­folg­rei­che Alum­ni vor­wei­sen wie die HBS. Ihre MBA-Aus­bil­dung gilt bei al­ler Kon­kur­renz durch an­de­re B-Schools (Busi­ness Schools) auf der gan­zen Welt noch im­mer als „Gold­stan­dard“, an dem sich vie­le Hoch­schu­len ori­en­tie­ren (sie­he auch Sei­te 32). „Die HBS war für uns si­cher ein Vor­bild, und wir ha­ben enge Be­zie­hun­gen zu ihr“, be­stä­tigt

etwa Pe­ter Loran­ge, lang­jäh­ri­ger Prä­si­dent der re­nom­mier­ten Schwei­zer Ma­na­ger­schmie­de IMD in Lau­san­ne. Es ist auch kein Zu­fall, dass die 25 Kon­zer­ne, die 2002 mit viel Tamtam die Eu­ro­pean School of Ma­na­ge­ment and Tech­no­lo­gy (ESMT) in Ber­lin ge­grün­det ha­ben, aus der Hoch­schu­le ein „deut­sches Har­vard“ ma­chen woll­ten - mit bis­her un­ge­wis­sem Aus­gang.
Bei den Stu­den­ten ist die HBS eben­falls be­liebt. Je­des Jahr be­wer­ben sich Tau­sen­de auf die rund 900 Stu­di­en­plät­ze der Fa­kul­tät. Das liegt an den glän­zen­den Kar­rie­re­aus­sich­ten, die der MBA-Ti­tel er­öff­net, aber si­cher­lich auch an den Pro­fes­so­ren von Welt­rang, die an der Fa­kul­tät ar­bei­ten: etwa Mi­cha­el Por­ter, des­sen fünf Wett­be­wer­bs­kräf­te fast je­der CEO kennt, oder Ro­bert Kaplan, der die Ba­lan­ced Sco­re­card ent­wi­ckelt hat.
Auch wirt­schaft­lich ist die Har­vard Busi­ness School ein Er­folg. Sie ver­fügt über ein Stif­tungs­ver­mö­gen von 2,8 Mil­li­ar­den US-Dol­lar; die Ein­nah­men aus dem ei­ge­nen Ver­lag und den Ge­büh­ren für das MBA-Stu­di­um so­wie den Ma­na­ger­se­mi­na­ren er­lau­ben es der Fa­kul­tät, die ge­sam­te For­schung selbst zu fi­nan­zie­ren (sie­he Gra­fik Sei­te 19). Für einen deut­schen Pro­fes­sor, der oft viel Zeit mit dem Schrei­ben von For­schungs­an­trä­gen ver­bringt, sind das pa­ra­die­si­sche Zu­stän­de.
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