Meister der Regie

TOPMANAGEMENT:

HBM Januar 2008

Was wir hier ma­chen, ent­spricht nicht un­se­rer Un­ter­neh­mens­stra­te­gie. Das muss sich än­dern." In je­dem Un­ter­neh­men gibt es je­man­den, der in je­des be­lie­bi­ge Büro hin­ein­mar­schie­ren und mit ei­nem sol­chen Satz für Ver­än­de­run­gen sor­gen kann. Häu­fig ist das der CEO - und nur er. Vi­si­on und Pla­nung ent­wirft schließ­lich tra­di­tio­nell der Kon­zern­chef. Er gibt An­wei­sun­gen, und alle an­de­ren im Un­ter­neh­men set­zen sie um.
In man­chen Fir­men ist für die Um­set­zung der Stra­te­gie je­doch ein an­de­rer Top­ma­na­ger ver­ant­wort­lich - ei­ner wie Bri­an Schrei­ber bei AIG. Er über­nahm bei dem ame­ri­ka­ni­schen Ver­si­che­rer be­reits un­ter zwei Kon­zern­chefs die Funk­ti­on des Stra­te­gie­chefs. Un­ter der Lei­tung von Mau­ri­ce „Hank“ Green­berg war Schrei­ber als Se­ni­or Vice Pre­si­dent für Stra­te­gie­pla­nung in ers­ter Li­nie da­für ver­ant­wort­lich, dass In­ves­ti­ti­ons­ent­schei­dun­gen um­ge­setzt und vom Ma­na­ge­ment aus­ge­wähl­te Über­nah­me­kan­di­da­ten ge­kauft wur­den. Un­ter der Ägi­de des ak­tu­el­len AIG-Chefs Mar­tin Sul­li­van wur­de Schrei­bers Ver­ant­wor­tungs­be­reich aus­ge­wei­tet. Mitt­ler­wei­le for­ma­li­siert er auch die stra­te­gi­schen Pla­nungs­pro­zes­se, er­schließt neue Ko­ope­ra­ti­ons­mög­lich­kei­ten und Syn­er­gi­en zwi­schen ver­schie­de­nen Kon­zern­be­rei­chen und sorgt da­für, dass alle, die an der Um­set­zung der Stra­te­gie be­tei­ligt sind, sich ih­rer Ver­ant­wor­tung und ih­res Bei­trags be­wusst sind.
Stra­te­gi­en er­folg­reich zu kon­zi­pie­ren und um­zu­set­zen er­for­de­re heu­te nicht nur gute Pro­zes­se, sagt Schrei­ber, son­dern auch die Fä­hig­keit, schnell Ent­schei­dun­gen zu tref­fen. Er sieht sei­ne Auf­ga­be dar­in, auf al­len Hier­ar­chie­ebe­nen zu prü­fen, ob stra­te­gi­sche In­itia­ti­ven mit den Nor­men und Zie­len des Un­ter­neh­mens ver­ein­bar sind.
Schrei­bers Er­fah­rung ist be­ein­dru­ckend, aber kei­nes­wegs ein Ein­zel­fall. Aus un­se­rer For­schung und jah­re­lan­gen Ar­beit mit Füh­rungs­kräf­ten in großen Un­ter­neh­men wis­sen wir, dass Kon­zern­chefs die Ver­ant­wor­tung für die Um­set­zung ih­rer stra­te­gi­schen Vor­ga­ben häu­fig ei­nem Stra­te­gie­chef über­tra­gen. Die­se Ma­na­ger tra­gen die ver­schie­dens­ten Ti­tel, im­mer häu­fi­ger wer­den sie je­doch als „Chief Stra­t­egy Of­fi­cer“ (CSO) be­zeich­net. In den ver­gan­ge­nen Jah­ren ha­ben im­mer mehr Un­ter­neh­men einen CSO ein­ge­führt. In­ter­views mit Head­hun­tern be­le­gen, dass sich die­se Funk­ti­on mitt­ler­wei­le in vie­len Bran­chen durch­setzt. Bei mul­ti­na­tio­na­len Kon­zer­nen ge­hört der CSO be­reits zur Stan­dard­be­set­zung.
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