Der Nutzen anständigen Wirtschaftens

VERANTWORTUNG:

HBM Januar 2008

Für die Mo­de­mar­ke Es­prit war es ein schwe­rer Schlag: Mit­te 2007 tauch­ten Pres­se­be­rich­te auf, die den Tex­til­händ­ler mit Kin­der­ar­beit in Ver­bin­dung brach­ten. Elf­jäh­ri­ge Jun­gen hat­ten bei ei­nem Zu­lie­fe­rer in In­di­en Da­men­tops mit Pail­let­ten und Per­len ver­zie­ren müs­sen, die spä­ter in Deutsch­land bei Es­prit ver­kauft wer­den soll­ten. Sol­che Mel­dun­gen kön­nen das Image ei­nes Un­ter­neh­mens schä­di­gen und er­heb­li­che wirt­schaft­li­che Fol­gen ha­ben, weil die Ver­brau­cher sol­che Fir­men mei­den.
Das Bei­spiel zeigt: West­li­che Un­ter­neh­men müs­sen sich heu­te auch weit ent­fernt von den Hei­mat­märk­ten an so­zia­le und öko­lo­gi­sche Min­dest­stan­dards hal­ten. Denn den Kun­den ist es längst nicht mehr gleich­gül­tig, un­ter wel­chen Be­din­gun­gen ihre Pro­duk­te in Asi­en, Süd­ame­ri­ka oder Ost­eu­ro­pa ge­fer­tigt wer­den. Auch An­le­ger be­vor­zu­gen im­mer häu­fi­ger Fonds, die in ver­ant­wort­lich han­deln­de Un­ter­neh­men in­ves­tie­ren. Und Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen ver­ste­hen es sehr gut, mit­hil­fe der Me­di­en Fehl­ver­hal­ten der Fir­men - sei es durch Um­welt­ver­schmut­zung oder durch feh­len­den Ar­beits­schutz für die Mit­ar­bei­ter - an­zu­pran­gern.
An­ge­sichts der großen Be­deu­tung, die das The­ma Nach­hal­tig­keit für die ver­schie­de­nen In­ter­es­sen­grup­pen hat, woll­ten wir her­aus­fin­den, ob mit­tel­eu­ro­päi­sche Un­ter­neh­men bei ih­rer welt­wei­ten Ex­pan­si­on nur auf der Su­che nach kos­ten­güns­ti­gen Pro­duk­ti­ons­stand­orten und neu­en Ab­satz­märk­ten sind oder ob sie sich be­reits am Kon­zept ei­ner Tri­ple Bot­tom Line ori­en­tie­ren (sie­he „Was ist ...“ auf Sei­te 12). Die­ser An­satz geht da­von aus, dass der lang­fris­ti­ge Er­folg ei­nes Un­ter­neh­mens nicht al­lein von sei­nem fi­nan­zi­el­len Er­geb­nis, son­dern auch von sei­nem öko­lo­gi­schen und sei­nem so­zia­len Ver­hal­ten ab­hängt. Wir ha­ben da­her un­ter­sucht, wie sich die­se drei Di­men­sio­nen der Tri­ple Bot­tom Line ge­gen­sei­tig be­ein­flus­sen. Schließ­lich ha­ben wir er­mit­telt, in wel­chen Be­rei­chen sich die Un­ter­neh­men ver­ant­wort­lich zei­gen und wie ei­ni­ge Vor­rei­ter durch be­son­de­res En­ga­ge­ment ihre Wett­be­wer­bs­po­si­ti­on ver­bes­sern konn­ten.
Wir ha­ben dazu Ver­tre­ter von 340 Lan­des­ge­sell­schaf­ten und Ge­schäfts­be­rei­chen deut­scher, ös­ter­rei­chi­scher und Schwei­zer Fir­men schrift­lich be­fragt, die in Chi­na, In­di­en, Bra­si­li­en, Un­garn und Tsche­chi­en ak­tiv sind. Die ins­ge­samt et­was mehr als 200 Un­ter­neh­men stam­men aus wich­ti­gen pro­du­zie­ren­den Bran­chen, dem Bau­ge­wer­be so­wie dem Groß- und Ein­zel­han­del. In der Hälf­te der Fäl­le ha­ben wir die Lei­ter der Toch­ter­ge­sell­schaf­ten dar­über hin­aus per­sön­lich in­ter­viewt.
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