Die Kunst, Märkte zu verbinden

STRATEGIE:

HBM Mai 2007

Wenn wir die Pro­duk­te und Dienst­leis­tun­gen be­trach­ten, die un­se­re Wirt­schaft heu­te prä­gen, zeigt sich, dass vie­le von ih­nen zwei un­ter­schied­li­che Nut­zer­grup­pen mit­ein­an­der in ei­nem Netz­werk ver­bin­den. Neh­men wir ein ty­pi­sches Bei­spiel, die Kre­dit­kar­te. Sie war si­cher­lich die be­deu­tends­te In­no­va­ti­on im Zah­lungs­ver­kehr seit dem Zwei­ten Welt­krieg. Die Kre­dit­kar­te ver­bin­det Ver­brau­cher und Händ­ler. Auch Zei­tun­gen, Dienst­leis­ter im Ge­sund­heits­we­sen und An­bie­ter von Com­pu­ter­be­trie­bs­sys­te­men be­die­nen zwei­sei­ti­ge Märk­te oder zwei­sei­ti­ge Netz­wer­ke, wie Öko­no­men sie nen­nen. Zei­tun­gen ver­bin­den ihre Le­ser­schaft mit ih­ren An­zei­gen­kun­den; Ge­sund­heits­dienst­leis­ter ver­bin­den Pa­ti­en­ten mit Ärz­ten und The­ra­peu­ten; Be­trie­bs­sys­te­me sind ein Bin­de­glied zwi­schen Com­pu­ter­nut­zern und Ent­wick­lern von An­wen­dungs­soft­wa­re.
Pro­duk­te und Dienst­leis­tun­gen, die Nut­zer­grup­pen in zwei­sei­ti­gen Märk­ten zu­sam­men­füh­ren, sind so­ge­nann­te Platt­for­men. Die­se bie­ten eine In­fra­struk­tur und Re­geln, die Trans­ak­tio­nen zwi­schen den bei­den Grup­pen ver­ein­fa­chen. Es gibt un­ter­schied­lichs­te Ar­ten von Platt­for­men. Manch­mal be­ru­hen sie auf ma­te­ri­el­len Pro­duk­ten, wie zum Bei­spiel der Kre­dit­kar­te in der Brief­ta­sche des Ver­brau­chers und dem Kar­ten­ter­mi­nal an der La­den­kas­se. Oder es han­delt sich um Orte, an de­nen Dienst­leis­tun­gen an­ge­bo­ten wer­den, wie Ein­kaufs­zen­tren am Stadt­rand, die In­ter­net­job­bör­se Mons­ter oder das In­ter­ne­tauk­ti­ons­haus Ebay.
Zwei­sei­ti­ge Netz­wer­ke exis­tie­ren in vie­len Bran­chen ne­ben tra­di­tio­nel­len Pro­dukt- und Dienst­leis­tungs­an­ge­bo­ten. Aber sie un­ter­schei­den sich in ei­nem Punkt grund­le­gend von an­de­ren An­ge­bo­ten: In der tra­di­tio­nel­len Wert­schöp­fungs­ket­te fließt der Wert, bild­lich ge­spro­chen, von links nach rechts. Links vom Un­ter­neh­men ste­hen die Kos­ten, rechts die Er­lö­se. In ei­nem zwei­sei­ti­gen Netz­werk hin­ge­gen tre­ten Kos­ten und Er­lö­se so­wohl auf der lin­ken als auch auf der rech­ten Sei­te auf, da die Platt­form auf je­der Sei­te eine be­stimm­te Nut­zer­grup­pe hat. Die Be­die­nung bei­der Grup­pen er­zeugt für den Platt­form­be­trei­ber Kos­ten, und er kann bei bei­den Grup­pen Ein­nah­men er­zie­len. Die­ser grund­sätz­li­che Zu­sam­men­hang gilt im­mer, auch wenn häu­fig, wie wir spä­ter se­hen wer­den, eine der bei­den Sei­ten sub­ven­tio­niert wird.
Die bei­den Grup­pen zie­hen ein­an­der an, ein Phä­no­men, das die Wis­sen­schaft­ler Netz­wer­k­ef­fekt nen­nen. Bei zwei­sei­ti­gen Netz­wer­ken
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