„Fähigkeit zur Selbs­t­er­kennt­nis“

GESPRÄCH:

HBM März 2007

Laut ei­ner US-Stu­die fin­det nur je­der drit­te Ex-CEO wie­der einen Job im ak­ti­ven Ma­na­ge­ment. Fällt ab­ge­stürz­ten Vor­stän­den in Deutsch­land der Wie­der­ein­stieg ge­nau­so schwer?
Sen­de­le Mei­ner Er­fah­rung nach fin­den in Deutsch­land etwa zwei Drit­tel al­ler ent­las­se­nen Vor­stän­de wie­der eine ähn­li­che Po­si­ti­on. Es gibt al­ler­dings eine Aus­nah­me. Das sind die Ma­na­ger über 60. Ich schät­ze, dass es dort nur noch je­dem Zehn­ten ge­lingt, nach ei­ner Kün­di­gung ins ak­ti­ve Ma­na­ge­ment zu­rück­zu­keh­ren.
Es scheint, als wür­de die Ar­beit als CEO schwie­ri­ger. Seit dem Jahr 2000 ha­ben 21 der 30 Dax-Kon­zer­ne einen neu­en Vor­stands­vor­sit­zen­den be­kom­men. Die durch­schnitt­li­che Ver­weil­dau­er an der Spit­ze von Un­ter­neh­men liegt bei et­was über vier Jah­ren.
Sen­de­le Das stimmt. Der Job für Vor­stän­de wird schwie­ri­ger. Sie ste­hen im­mer stär­ker un­ter Be­ob­ach­tung. Nicht nur durch die Öf­fent­lich­keit, auch die Auf­sichts­rä­te neh­men ihre Auf­ga­be zu­neh­mend ernst. Bei Ma­na­ge­ment­feh­lern grei­fen sie schnel­ler ein als frü­her.
Wor­an schei­tern Top­ma­na­ger am häu­figs­ten?
Sen­de­le Für einen Ab­sturz aus dem Olymp des Ma­na­ge­ments gibt es ganz un­ter­schied­li­che Grün­de. Sehr oft sind es rei­ne Macht­spie­le und In­tri­gen, mit de­nen Vor­stän­de kämp­fen müs­sen. Dann gibt es na­tür­lich die hand­werk­li­chen Feh­ler, wenn ein Ma­na­ger zum Bei­spiel nicht in der Lage ist, das Wachs­tum ei­nes Un­ter­neh­mens er­folg­reich zu steu­ern, er in die falschen Be­rei­che in­ves­tiert oder nicht recht­zei­tig er­for­der­li­che Re­struk­tu­rie­rungs­maß­nah­men ein­lei­tet und sich des­halb Ver­lus­te an­häu­fen. Im­mer wie­der ver­lie­ren Ma­na­ger aber auch den Be­zug zur Rea­li­tät. Sie neh­men sich selbst zu wich­tig, pro­du­zie­ren sich in der Öf­fent­lich­keit und ver­nach­läs­si­gen ihre Ar­beit. Schließ­lich gibt es noch Ma­na­ger, die mit il­le­ga­len Ge­schäf­ten in Ver­bin­dung ge­bracht wer­den.
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