Nicht immer hat die Mehrheit recht

ENTSCHEIDUNGSTHEORIE:

HBM September 2006

Stel­len Sie sich vor, ein Ma­na­ger möch­te eine Pro­gno­se wa­gen, die sein Un­ter­neh­men be­trifft. Wird sich ein Pro­dukt gut ver­kau­fen? Wie wird sich ein Be­wer­ber in sei­nem Job schla­gen? Wann kann eine neue Nie­der­las­sung ihre Tore öff­nen?
Will er Ant­wor­ten auf der­lei Fra­gen, ist es un­ter be­stimm­ten Vor­aus­set­zun­gen das Bes­te, eine große An­zahl von Men­schen zu kon­sul­tie­ren und dann der Mei­nung der Mehr­heit zu fol­gen. Wie Au­tor Ja­mes Su­ro­wiecki in sei­nem Buch „Die Weis­heit der Vie­len“ aus­führ­te, kön­nen die Schluss­fol­ge­run­gen von großen Grup­pen bes­ser sein als die we­ni­ger Ex­per­ten. Große Grup­pen füh­ren frag­men­tier­tes Wis­sen zu­sam­men und bün­deln es. Oft ist das Mit­tel al­ler Be­ur­tei­lun­gen, das wir als „sta­tis­ti­sches Mei­nungs­bild“ be­zeich­nen kön­nen, un­glaub­lich gut.
In­des spre­chen wir viel zu we­nig dar­über, wa­rum und wann sta­tis­ti­sche Er­geb­nis­se zu­tref­fen oder in die Irre füh­ren. Die bes­ten Er­kennt­nis­se dar­über stam­men von Mar­quis de Con­dor­cet, ei­nem fran­zö­si­schen Phi­lo­so­phen, Ma­the­ma­ti­ker, Po­li­ti­ker und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­theo­re­ti­ker. Er ent­wi­ckel­te 1785 eine sim­ple Re­chen­ope­ra­ti­on, die heu­te als „Con­dor­cet Jury Theo­rem“ be­kannt ist. Der Lehr­satz lie­fert An­halts­punk­te für alle, die wis­sen wol­len, wann sie sich auf die Mei­nung von Grup­pen ver­las­sen kön­nen. Er warnt aber auch jene, die den­ken, Grup­pen­ent­schei­dun­gen sei­en grund­sätz­lich bes­ser als Ex­per­ten­ur­tei­le.
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