Das Ende der Standard-Filiale

MARKETING:

HBM Juni 2006

Wir be­fin­den uns am An­fang ei­ner stil­len Re­vo­lu­ti­on der Kon­sum­gü­ter­märk­te. Die großen markt- be­herr­schen­den Ket­ten wie Wal-Mart, Home De­pot, Best Buy und McDonald's ha­ben jahr­zehn­te­lang kon­se­quent auf Stan­dar­di­sie­rung ge­setzt. Sie ha­ben ihre Fi­lia­len, Wa­ren­sor­ti­men­te, ihr Mar­ke­ting und ih­ren Ge­schäfts­be­trieb op­ti­miert und ihre Er­folgs­kon­zep­te in­ter­na­tio­nal ver­brei­tet. Von ih­ren Lie­fe­ran­ten ha­ben sie ver­langt, die­se Kon­zep­te eben­so ge­rad­li­nig zu be­fol­gen. Da­mit ha­ben sie den Stan­dar­di­sie­rungs­grund­satz tief bei den Her­stel­lern und in der ge­sam­ten Lie­fer­ket­te ver­an­kert.
Doch die Ära der Stan­dar­di­sie­rung geht zu Ende. Die Viel­falt der Ver­brau­cher wird im­mer grö­ßer: was ihre eth­ni­sche Zu­ge­hö­rig­keit an­geht, ihr Ein­kom­men, ihre Le­bens­sti­le und Wer­te. Au­ßer­dem ist heu­te in vie­len Re­gio­nen der Markt für Fi­lia­len großer Un­ter­neh­mens­ket­ten ge­sät­tigt; die Kun­den weh­ren sich zu­neh­mend ge­gen Nul­lacht­fünf­zehn-Ge­schäf­te, die die für ihre Re­gi­on ty­pi­schen Bau­sti­le und Pro­dukt­vor­lie­ben nicht be­rück­sich­ti­gen. Geht es um Kon­sum­gü­ter, passt eine Ein­heits­grö­ße nicht mehr al­len Kun­den. Klu­ge Händ­ler und Her­stel­ler ha­ben des­halb be­gon­nen, ihre An­ge­bo­te in­di­vi­du­ell auf lo­ka­le Märk­te zu­zu­schnei­den. Sie ent­wi­ckeln un­ter­schied­li­che

Ar­ten von Fi­lia­len und Pro­dukt­li­ni­en so­wie neue Kon­zep­te für Preis­ge­stal­tung, Mar­ke­ting, Per­so­nal­aus­wahl und Kun­den­ser­vice. Sie voll­zie­hen den Über­gang von der Stan­dar­di­sie­rung zur Lo­ka­li­sie­rung.
Das Ma­na­ge­ment die­ser Un­ter­neh­men nutzt hoch ent­wi­ckel­te Ver­fah­ren zur Da­ten­ana­ly­se und ver­bin­det sie mit in­no­va­ti­ven Or­ga­ni­sa­ti­onss­truk­tu­ren. Es kann so von den Vor­tei­len ei­ner zen­tra­len Ver­wal­tung pro­fi­tie­ren und sich gleich­zei­tig das Wohl­wol­len der Kom­mu­nen si­chern. Der größ­te Nut­zen des Über­gangs von der Stan­dar­di­sie­rung zur Lo­ka­li­sie­rung ist stra­te­gi­scher Art: Die­se Form der An­pas­sung an Kun­den­wün­sche för­dert das Ex­pe­ri­men­tie­ren auf lo­ka­ler Ebe­ne; die Kon­kur­renz kann die da­bei ent­wi­ckel­ten Lö­sun­gen nicht ohne Wei­te­res nach­voll­zie­hen oder gar nach­ah­men - so wie es etwa Sam Wal­ton beim Auf­bau von Wal-Mart ge­tan hat­te, in­dem er das Kon­zept von Kmart ko­pier­te. Ein­zel­händ­ler wie auch Her­stel­ler kön­nen so­mit bei rich­ti­ger Um­set­zung von Lo­ka­li­sie­rungs­stra­te­gi­en einen dau­er­haf­ten Wett­be­wer­bs­vor­teil er­zie­len.
Jetzt kaufen
© Harvard Business Manager
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH
Inhalt

Abbildungen und Diagramme

Bilder:
0
Infografiken:
0

Textumfang

Seiten:
14
Zeichen:
48.754
Nachdrucknummer:
200606088
Nachdrucke
Nachdrucke in Medien aller Art
Seitenpreise ab 360 Euro je nach Auflage

Nutzungsrechte im PDF-Format
Ohne Fotos und Illustrationen. Für die Verwendung bei betriebsinternen Fortbildungen, Kundenbroschüren, im Intranet und firmeninternen Pressespiegel: Preisberechnung pro Exemplar beziehungsweise pro Nutzer je nach Auflage.

Sonderdrucke
Möglich ab 500 Exemplaren, Preise auf Anfrage.
Ein Beispiel finden Sie hier.

Nachdrucke von Illustrationen
© Harvard Business Manager: Preise auf Anfrage

Alle Preise verstehen sich zuzüglich Mehrwertsteuer und gegebenenfalls Versandkosten.

Für Artikel mit Copyrightvermerk "Harvard Business School Publishing" gelten besondere urheberrechtliche Bedingungen, die wir Ihnen auf Anfrage gern erläutern.
Hier können Sie nach den Lizenz-Bedingungen fragen.

Alle Themen
ANZEIGE
Nach oben