In Search of Excellence - der Maßstab muss neu definiert werden

BALANCED SCORECARD:

HBM Oktober 2004

Längst wis­sen Top­ma­na­ger, dass die Maß­stä­be, nach de­nen ihr Un­ter­neh­men Leis­tung misst, das Ver­hal­ten von Füh­rungs­kräf­ten wie Mit­ar­bei­tern nach­drück­lich be­ein­flus­sen. Zu­dem ha­ben Top­ma­na­ger ein­ge­se­hen, dass die her­kömm­li­chen fi­nan­zi­el­len Maß­stä­be des Rech­nungs­we­sens - etwa Ka­pi­tal­ren­di­te oder Ge­winn pro Ak­tie - ir­re­füh­ren­de Si­gna­le lie­fern kön­nen, was kon­ti­nu­ier­li­che Ver­bes­se­rung und In­no­va­ti­on be­trifft, jene Ak­ti­vi­tä­ten also, die der Wett­be­werb von heu­te ver­langt.
Im frü­hen In­dus­trie­zeit­al­ter er­füll­ten die her­kömm­li­chen Fi­nanz­kenn­zah­len gut ih­ren Zweck. Doch den heu­ti­gen An­for­de­run­gen wer­den sie nicht mehr aus­rei­chend ge­recht.
Ma­na­ger wie Hoch­schul­for­scher ha­ben des­halb ver­sucht, die Un­zu­läng­lich­kei­ten der ge­läu­fi­gen Sys­te­me zur Leis­tungs­mes­sung ab­zu­stel­len. Ei­ni­ge ver­such­ten, die Fi­nanz­maß­stä­be aus­sa­ge­kräf­ti­ger zu ma­chen. An­de­re mein­ten: „Ver­ge­sst die Fi­nanz­kenn­zah­len. Ver­bes­sert lie­ber die ope­ra­ti­ven Maß­stä­be wie Zy­klus­zeit und Feh­ler­quo­ten; die fi­nan­zi­el­len Er­geb­nis­se stim­men dann au­to­ma­tisch.“ Aber Ma­na­ger soll­ten sich nicht zwi­schen fi­nanz­wirt­schaft­li­chen und ope­ra­ti­ven Maß­stä­ben ent­schei­den müs­sen.
In Zu­sam­men­ar­beit mit vie­len Fir­men ha­ben wir her­aus­ge­fun­den, dass Top­ma­na­ger sich nicht zu Las­ten an­de­rer Maß­stä­be auf eine be­stimm­te Grup­pe von Mess­ver­fah­ren zur Leis­tungs­be­ur­tei­lung stüt­zen möch­ten. Ih­nen ist klar, dass nicht ein ein­zel­ner Maß­stab eine ein­deu­ti­ge Leis­tungs­vor­ga­be lie­fern oder die Auf­merk­sam­keit auf wich­ti­ge Tä­tig­keits­fel­der len­ken kann. Füh­rungs­kräf­te wün­schen sich eine aus­ge­wo­ge­ne Ge­samtschau, die auf fi­nan­zi­el­len wie auch ope­ra­ti­ven Maß­stä­ben auf­baut.
In lang­jäh­ri­ger Ko­ope­ra­ti­on mit zwölf Un­ter­neh­men, die in der Leis­tungs­mes­sung füh­rend sind, ent­wi­ckel­ten wir den aus­ge­wo­ge­nen Be­richts­bo­gen, Ba­lan­ced Sco­re­card ge­nannt. Die­se um­fasst eine Rei­he von Mess­wer­ten, die es Top­ma­na­gern er­mög­li­chen, ihr Un­ter­neh­men (und des­sen Leis­tung) rasch und um­fas­send zu über­bli­cken. Die Ba­lan­ced Sco­re­card ent­hält fi­nan­zi­el­le Kenn­zah­len, die wie­der­ge­ben, was bei be­reits ab­ge­schlos­se­nen Ak­tio­nen her­aus­ge­kom­men ist. Aber sie er­gänzt die­se Fi­nanz­da­ten um ope­ra­ti­ve Kenn­zah­len zur Kun­den­zu­frie­den­heit, zu be­trie­bs­in­ter­nen Ab­läu­fen und zu Maß­nah­men, die die Leis­tung stei­gern und die In­no­va­ti­on för­dern sol­len - und ge­nau von sol­chen Maß­nah­men wer­den ja die künf­ti­gen fi­nan­zi­el­len Leis­tungs­da­ten ab­hän­gen.
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