Strategie im Praxistest

UNTERNEHMEN:

HBM Oktober 2004

Wer­ner von Sie­mens, Ro­bert Bosch, Gott­lieb Daim­ler oder Hen­ry Ford ha­ben ihre Ide­en ver­wirk­licht, ein Un­ter­neh­men ge­grün­det und zur Welt­gel­tung ge­führt. Sie ha­ben Kun­den und Mit­ar­bei­ter be­geis­tert und große Wer­te ge­schaf­fen. Sie wa­ren si­cher ge­nia­le Stra­te­gen, gute Pla­ner wa­ren sie meist nicht. Bei ih­nen war vie­les In­tui­ti­on, ei­ni­ges ex­pli­zit for­mu­liert und be­grün­det, we­nig oder gar nichts kon­zep­tio­nell durch­drun­gen und über­trag­bar.
Erst als sich die­ser Typ des großen Grün­ders im­mer sel­te­ner an der Spit­ze großer Un­ter­neh­men fand, setz­ten sich in den spä­ten 60er Jah­ren Ma­na­ger be­wus­s­ter mit den öko­no­mi­schen Ge­setz­mä­ßig­kei­ten ei­ner stra­te­gi­schen Un­ter­neh­mens­füh­rung aus­ein­an­der. In der Fol­ge ent­stan­den zahl­rei­che Stra­te­gie­kon­zep­te. Ei­ni­ge set­zen Ma­na­ger seit Jah­ren mit großem Er­folg ein, an­de­re be­ste­chen durch in­tel­lek­tu­el­le Bril­lanz, fan­den aber nicht Ein­gang in den Un­ter­neh­men­sall­tag, wie­der an­de­re wa­ren nur kur­ze Mo­den.
Wir wol­len am Bei­spiel Sie­mens die­se Ent­wick­lung nach­zeich­nen und da­bei ver­su­chen, fol­gen­de Fra­gen zu be­ant­wor­ten:
n Wel­che Kri­te­ri­en müs­sen er­füllt sein, da­mit ein stra­te­gi­sches Pla­nungs­kon­zept in das Füh­rungs­sys­tem ei­nes Un­ter­neh­mens passt?
n Wel­che Kon­zep­te ha­ben sich be­währt, wie ent­wi­ckel­ten sie sich wei­ter?
n Was sind die wich­tigs­ten stra­te­gi­schen Fra­gen der Zu­kunft?
Die Ant­wor­ten be­ru­hen auf Er­fah­run­gen, die wir seit Be­ginn der 70er Jah­re bei Sie­mens ge­sam­melt ha­ben. Sie sind not­wen­dig sub­jek­tiv, si­cher­lich un­voll­stän­dig und un­ge­recht de­nen ge­gen­über, de­ren Kon­zep­te in an­de­ren Fir­men Er­folg hat­ten.
Ent­wick­lung der Kon­zep­te
All­ge­mein gilt: Ein stra­te­gi­sches Pla­nungs­kon­zept be­währt sich nur dann, wenn es sich ers­tens den ver­ant­wort­li­chen Füh­rungs­kräf­ten plau­si­bel ver­mit­teln lässt. Es muss in sei­nen Grund­aus­sa­gen ein­fach sein und dem ge­sun­den Ge­schäfts­emp­fin­den der Ver­ant­wort­li­chen ent­spre­chen. Zwei­tens muss es in sei­nen Grund­aus­sa­gen quan­ti­fi­zier­bar und über­prüf­bar sein. Wo die­ses nicht mög­lich ist, soll­ten die Kri­te­ri­en für eine Ska­lie­rung, Rang­fol­ge oder Ge­wich­tung klar de­fi­niert und nach­voll­zieh­bar sein. Drit­tens: Die Aus­sa­gen soll­ten auf we­ni­gen, re­la­tiv pro­blem­los er­mit­tel­ba­ren und im Zeita­blauf ver­gleich­ba­ren Da­ten be­ru­hen. Sie soll­ten mög­lichst aus dem nor­ma­len Re­chen­werk des Un­ter­neh­mens her­vor­ge­hen, Son­de­rer­he­bun­gen und Ad­jus­tie­run­gen oder Kor­rek­tu­ren al­ler Art sind zu ver­mei­den. Vier­tens muss sich das Kon­zept kon­ti­nu­ier­lich an­wen­den und auch wei­ter­ent­wi­ckeln las­sen.
Jetzt kaufen
© Harvard Business Manager
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH
Inhalt

Abbildungen und Diagramme

Bilder:
0
Infografiken:
0

Textumfang

Seiten:
8
Zeichen:
20.351
Nachdrucknummer:
200410018
Nachdrucke
Nachdrucke in Medien aller Art
Seitenpreise ab 360 Euro je nach Auflage

Nutzungsrechte im PDF-Format
Ohne Fotos und Illustrationen. Für die Verwendung bei betriebsinternen Fortbildungen, Kundenbroschüren, im Intranet und firmeninternen Pressespiegel: Preisberechnung pro Exemplar beziehungsweise pro Nutzer je nach Auflage.

Sonderdrucke
Möglich ab 500 Exemplaren, Preise auf Anfrage.
Ein Beispiel finden Sie hier.

Nachdrucke von Illustrationen
© Harvard Business Manager: Preise auf Anfrage

Alle Preise verstehen sich zuzüglich Mehrwertsteuer und gegebenenfalls Versandkosten.

Für Artikel mit Copyrightvermerk "Harvard Business School Publishing" gelten besondere urheberrechtliche Bedingungen, die wir Ihnen auf Anfrage gern erläutern.
Hier können Sie nach den Lizenz-Bedingungen fragen.

Alle Themen
ANZEIGE
Nach oben