Geld zieht nicht

UNTERNEHMENSKONTROLLE:

HBM August 2004

Die ak­tu­el­le Dis­kus­si­on über die Neu­re­ge­lung der Un­ter­neh­mens­ver­fas­sung spie­gelt die mas­si­ve Un­zu­frie­den­heit mit der Über­wa­chung großer Ak­ti­en­ge­sell­schaf­ten wi­der. Ein Ver­bes­se­rungs­vor­schlag lau­tet, Auf­sichts­rä­te er­folgs­ab­hän­gig zu ver­gü­ten. Der Ge­setz­ge­ber hat die­se Idee auf­ge­grif­fen. So ver­weist der neu ein­ge­führ­te Pa­ra­graf 161 Ak­ti­en­ge­setz auf den deut­schen Cor­po­ra­te-Go­ver­nance-Ko­dex, der sei­ner­seits er­folgs­ab­hän­gi­ge, va­ria­ble Ver­gü­tun­gen für Auf­sichts­rä­te for­dert. Da­her stand das The­ma schon im Jahr 2003 bei den meis­ten Dax-30-Un­ter­neh­men in der Haupt­ver­samm­lung auf der Ta­ges­ord­nung.
Doch hät­te eine Va­ria­bi­li­sie­rung der Auf­sichts­rats­ver­gü­tung wirk­lich den ge­wünsch­ten Ef­fekt?
Hin­ter der For­de­rung nach ei­ner va­ria­blen Ver­gü­tung steckt letzt­lich die An­nah­me, Auf­sichts­rä­te wür­den sich nicht aus­rei­chend am Un­ter­neh­mens­er­folg ori­en­tie­ren und eine neue Form der Ent­loh­nung kön­ne dies än­dern. Zu­dem un­ter­stel­len die Be­für­wor­ter der Neu­re­ge­lung, Auf­sichts­rä­te könn­ten deut­lich mehr leis­ten, als sie es heu­te tun. Dazu kommt noch die im­pli­zi­te An­nah­me, dass Leis­tungs­stei­ge­run­gen un­an­ge­nehm sind und es als Aus­gleich für die­ses Ar­beits­leid spe­zi­fi­scher An­rei­ze be­dür­fe.
Vor­bil­der für der­ar­ti­ge Vor­schlä­ge sind vor al­lem die An­reiz­sys­te­me für an­ge­stell­te Füh­rungs­kräf­te so­wie die er­folgs­ab­hän­gi­ge Ver­gü­tung der Out­si­de-Di­rec­tors im an­gel­säch­si­schen Board-Sys­tem. Da­bei han­delt es sich um jene Di­rek­to­ren, die von au­ßer­halb der Fir­ma kom­men, also nicht bei ihr an­ge­stellt sind.
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