Erfolgreich und glücklich

WORK-LIFE-BALANCE:

HBM Mai 2004

Ein 55-jäh­ri­ger äu­ßerst er­folg­rei­cher Ma­na­ger ei­ner Ri­si­ko­ka­pi­tal­ge­sell­schaft plant sei­ne nächs­te In­ves­ti­ti­on. Er ist sich je­doch nicht si­cher, ob er noch die Ener­gie hat, wei­te­re sie­ben Jah­re Fi­nan­zie­rung und Be­ra­tung durch­zu­ste­hen. „Ich kann mir ein­fach nicht vor­stel­len, die­ses Tem­po wei­ter durch­zu­hal­ten. Of­fen ge­sagt, es ist jetzt Zeit, mich um mei­ne Fa­mi­lie zu küm­mern. Aber ich wür­de mich wie ein Ver­lie­rer füh­len, wenn ich das Spiel nicht ge­nau­so hart wie alle an­de­ren spie­len wür­de. Ich den­ke, ich soll­te in den Ru­he­stand ge­hen.“
Ein Spar­ten­ge­schäfts­füh­rer ei­nes Kon­sum­gü­ter­her­stel­lers mit ei­ner Mil­li­ar­de Dol­lar Um­satz fin­det her­aus, dass Feh­ler in Her­stel­lung und Ver­trieb die ge­plan­te Ein­füh­rung ei­ner neu­en Pro­dukt­li­nie ver­zö­gern wer­den. Die Ein­zel­händ­ler war­ten be­gie­rig auf das Pro­dukt, der Druck auf den Ak­ti­en­preis ist enorm, und der Bo­nus des Ge­schäfts­füh­rers ist an den Er­folg der Ein­füh­rung ge­knüpft. Macht er wei­ter, wird das Pro­dukt ein Ver­kaufs­schla­ger, aber nur für kur­ze Zeit - Kos­ten durch ent­täusch­te Kon­su­men­ten und den Zeit­ver­lust we­gen der Feh­ler wür­den die Ge­winn­mar­gen schmä­lern. Was wäre un­ter die­sen Um­stän­den Er­folg?
Eine dy­na­mi­sche 32-jäh­ri­ge Soft­wa­re-In­ge­nieu­rin mit ei­nem zwei­ten Ab­schluss in Kir­chen­mu­sik fin­det, dass in ih­rer Kar­rie­re­stra­te­gie et­was fehlt. Sie möch­te durch­aus den Le­bens­stil ei­ner gut be­zahl­ten Ma­na­ge­rin bei­be­hal­ten. Al­ler­dings emp­fin­det sie das Schrei­ben von Pro­gram­men so­zi­al we­ni­ger be­deut­sam als das Or­gel­spie­len für eine Kir­chen­ge­mein­de. Au­ßer­dem möch­te sie ei­nes Ta­ges ein Haus und eine Fa­mi­lie ha­ben. Sie fragt sich: „Wa­rum kann ich nicht den Kar­rie­re­weg fin­den, der mir alle die­se Din­ge er­laubt? Sind die­se Wün­sche so un­rea­lis­tisch?“
So un­ter­schied­lich die­se Bei­spie­le auch sein mö­gen, alle drei Per­so­nen ha­ben ei­nes ge­mein­sam: Sie brau­chen ein um­fas­sen­des Kon­zept für ih­ren per­sön­li­chen Er­folg. Und sie sind da­mit nicht al­lein.
Die meis­ten Um­fra­gen zei­gen ein ho­hes Maß an Un­zu­frie­den­heit und Er­schöp­fung im Be­ruf bei der ar­bei­ten­den Be­völ­ke­rung. Das be­trifft selbst die­je­ni­gen, de­nen sich vie­le be­ruf­li­che Chan­cen bie­ten. Vor al­lem die Ka­ta­stro­phe des 11. Sep­tem­bers 2001 be­wirk­te, dass sich sehr vie­le Men­schen, auch vie­le Spit­zen­kräf­te, Ge­dan­ken über ihr Le­ben mach­ten und ihre Ein­stel­lung zum Er­folg in­fra­ge stell­ten. Die Wel­le der Un­ter­neh­mens­skan­da­le, die bald dar­auf folg­te, ver­stärk­te die Re­le­vanz die­ser Fra­gen noch. Selbst die mo­ti­vier­tes­ten Mit­ar­bei­ter dach­ten laut dar­über nach, ob sie ih­ren Be­rufs­weg und ihr Un­ter­neh­men je­mals ih­ren Kin­dern emp­feh­len wür­den.
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